Fedderwardersiel - „Plastikabfall – Endstation Meer“ lautet der Titel eines Vortrags, zu dem das Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel für diesen Donnerstag, 7. Juli, einlädt. Referent ist ab 19.30 Uhr Dr. Gerd Liebezeit, Professor für angewandte Meereschemie aus Varel.
Die globale Plastikproduktion ist nach Mitteilung des Nationalpark-Hauses seit dem Jahr 1950 auf 300 Millionen Tonnen im Jahr angestiegen. Ein nicht unerheblicher Teil davon landet als Müll im Meer. Dazu tragen Sorglosigkeit und bewusst in den Ozeanen entsorgter Plastikmüll, aber auch verlorene Fischernetze oder über Bord gegangene Ladung von Frachtschiffen bei.
Plastik ist langlebig. Bis zu 450 Jahre kann es dauern, bis es vollständig abgebaut ist. Für viele Tiere ist der Müll tödlich: Seehunde verstricken sich in verloren gegangenen Netzen, Seevögel fressen kleine Plastikteile, schweres Plastik sinkt auf den Meeresgrund und kann dort Bodenlebewesen wie etwa Tiefseekorallen beeinträchtigen.
Gerd Liebezeit wird alle Zusammenhänge erläutern. Der Eintritt zu seinem Vortrag kostet 3,50 Euro. Mitglieder des Fördervereins des Museums zahlen nur 1,50 Euro.
