Cloppenburg - Nach den Pleiten zum Rückrundenauftakt zu Hause gegen FT Braunschweig (0:1) und bei der U-23 Eintracht Braunschweigs (1:4) ist Fußball-Regionalligist BV Cloppenburg mal wieder angezählt und steht unter Erfolgsdruck wie selten. Allerdings haben die Kicker von der Soeste an diesem Freitag (Anstoß 19.30 Uhr) im Stadion an der Friesoyther Straße beim letzten Auftritt in diesem Jahr gegen den Vorletzten BSV Rehden die große Chance, die Situation im Abstiegskampf zu entschärfen.

„Wenn es ,Sechs-Punkte-Spiele’ gibt, dann ist dies eines. Und zwar eines mit Endspielcharakter.“ Cloppenburgs Coach Jörg-Uwe Klütz hängt das Kellerduell, auch wenn im neuen Jahr noch 14 Partien zu absolvieren sind, hoch wie selten zuvor auf.

Sollte wie beim 2:0-Coup im Hinspiel – Tim Wernke gelang ein Doppelpack – erneut gewonnen werden, der Vorsprung auf die Rehdener würde auf acht Zähler anwachsen. Versagen die Cloppenburger wie schon beim peinlichen 0:1 gegen Schlusslicht FT Braunschweig, droht ein Überwintern auf einem Abstiegsplatz und man hätte den Nachbarn wieder im Nacken sitzen.

Personell hat sich die Lage kaum entspannt. Als ganz wichtig könnte sich aber erweisen, dass der neunmalige Torschütze Andreas Gerdes-Wurpts seine Gelbsperre abgebrummt hat. Der Routinier traf schon zu Meppener Zeiten gerne ins Rehdener Tor.

Wer für „AGW“ Platz machen muss, dürfte sich kurzfristig entscheiden. „Ich warte das Abschlusstraining ab“, so Klütz. Sein Trainerpartner Mario Neumann sah den Gegner zuletzt beim 0:0 gegen Bremens Reserve. Gegen den Zweiten agierte Rehden hinten mit einer Fünferkette mit dem nachverpflichteten Angreifer Marcel Stutter.

„Rehden hat ja fast noch mehr Druck als wir. So wie gegen Werder werden sie bei uns sicher nicht auftreten“, denkt Klütz. Dem 46-Jährigen ist nicht verborgen geblieben, dass Rehden sich inzwischen wieder auf dem aufsteigenden Ast befindet. „Aber wir haben ein Heimspiel. Meine Marschroute ist, auf Sieg zu spielen. Unentschieden bringen einen kaum weiter“, so ,Klützer’.

Das wohl entscheidende Kriterium für den Ausgang der Partie sieht der BVC-Übungsleiter in den Köpfen der Spieler. „Die Einstellung ist entscheidend. Der Rasen muss brennen wie beim Sieg über Lüneburg.“ Bleibt zu hoffen, dass die BVC-Spieler begriffen haben, was auf dem Spiel steht und Klütz und Neumann nicht im Regen stehen lassen. Die Partie war am Donnerstag nicht gefährdet.