Oldenburg - „Ein tolles, frisches Format, das viele Anregungen in kurzer Zeit liefert“, fasst Prof. Dr. Stephanie Birkner von der Universität Oldenburg die Reaktionen auf die „Warp Conference“ zusammen. Der Ausdruck kommt zwar tatsächlich aus dem Science Fiction-Bereich, die Teilnehmenden beamten sich jedoch nicht mit Lichtgeschwindigkeit durch den Weltraum, sondern gingen im Bibliothekssaal der Universität Oldenburg von Tisch zu Tisch, um sich auszutauschen.
Dort war die „Warp Conference“ kürzlich Teil der neuen Veranstaltungsreihe „Zukunft(s)unternehmen Nordwest“. Ins Leben gerufen haben diese die Universitäten Oldenburg und Bremen mit dem Ziel, Wissenschaft und Wirtschaft besser zu verzahnen und damit die Region voranzubringen.
Thema der ersten Veranstaltung war „IT in Technik und Pflege – Chancen und Grenzen einer smarten Vernetzung“. Zunächst ging es in vier Impulsvorträgen von Wissenschaftlern und Gründern um Technische Ansätze zur Verbesserung der Situation Pflegender, um Telepflege, als moderne Technik zur Unterstützung in der Pflegeversorgung, um Innovationen in der Pflege, wie eine Ergänzung zu konventionellen Hausnotrufsystemen, sowie um nötige Anpassungen in der Ausbildung Pflegender, die den Technikaspekt stärker berücksichtigen.
Anschließend fanden sich die Teilnehmenden bei der „Warp Conference“ in Kleingruppen an Stehtischen zum direkten Austausch zusammen. Da diskutierten etwa Nachwuchswissenschaftler mit Gründern und Klinikvertretern oder Mitarbeiter aus Pflegeeinrichtungen mit Wissenschaftlern, die an der Verbesserung der Pflegeausbildung forschen. Nach zehn Minuten wurden alle aufgefordert, sich neu zusammenzufinden.
Die Warp Conference stand im Zeichen der drei Themen: Welche Chancen, Hemmnisse und Grenzen gibt es beim Einsatz von IT und Technik in der Pflege? Welche Entwicklungen sind in der Pflege in Zukunft wahrscheinlich und wie können wir uns darauf vorbereiten beziehungsweise reagieren? Worin steckt ungenutztes Potenzial für Innovationen sowie für Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft? „Diese Themen waren vor allem eine Anregung für die Teilnehmenden. Viele tauschten sich darüber hinaus über andere berufliche wie persönliche Fragen aus“, so Sarah Zumbrock vom Referat Forschung und Transfer der Universität Oldenburg.
Die nächste Veranstaltung in der Reihe Zukunft(s)unternehmen Nordwest findet am 11. Mai um 19 Uhr in der Bauwerk-Halle in Oldenburg statt. Dabei wird es um das Thema „Energiewirtschaft und Innovation: Energieeffizienz im Fokus – Macht’s der Nordwesten effizient?“ gehen.
