Spielende Kinder muss das autonom fahrende Auto der Universität Bremen erkennen und unverzüglich richtig reagieren. Wie dies funktioniert, zeigte es kürzlich auf dem Parkplatz der Hochschule. Dabei parkte das Fahrzeug ein- und aus, wich Hindernissen aus und vollzog Vollbremsungen. Seit 2016 erforschen die Uni Bremen und die Universität der Bundeswehr in München Methoden zur hochautomatisierten Navigation und Steuerung von Pkws im Projekt „AO-Car“.

„Die Herausforderung ist, mit multisensorischen Informationen, Vorwissen und Echtzeitinformationen aktuelle Fahrzeugzustände zu ermitteln“, erläutert Joachim Clemens aus der AG Kognitive Neuroinformatik. „Gleichzeitig muss die Umgebung abgebildet werden. Je nach Situation müssen dann die passenden Manöver mit optimaler Steuerung und Regelung berechnet werden.“ Parallel dazu sind Risikoabschätzungen notwendig, die das stets vorhandene „unsichere Wissen“ berücksichtigen – was wiederum zu Verhaltensänderungen und der Generierung neuer Manöver führen kann.

Im nächsten Schritt wollen die Bremer Wissenschaftler das „AO-Car“ verstärkt vom Parkplatz auf die Straße bringen. Harald Rehling / Universität Bremen