BERLIN - Nach dem Semester ist vor dem Semester – in den Semesterferien haben Studenten daher keineswegs frei. Sie müssen sich rechtzeitig auf die kommenden Kurse vorbereiten. Das verlangt eine Menge Selbstdisziplin. Denn ohne Vorlesungen und feste Seminarzeiten ist es für die meisten erstmal ungewohnt, den Alltag zu strukturieren, sagt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk in Berlin. Wer aber alles wochenlang dahinplätschern lässt, steht zum Semesterbeginn vor einem Berg von Arbeit, der kaum noch zu bewältigen ist.

„Man kann nicht einfach ins Semester einsteigen und nicht wissen, was einen erwartet“, warnt Grob. Wer nicht frühzeitig mit den Planungen beginnt, hat zu Semesterbeginn meist schon ein paar wichtige Fristen versäumt und viel Zeit zur Vorbereitung auf Prüfungen verloren. „Als Faustregel würde ich empfehlen: Einen Monat vor Beginn des Wintersemesters muss ich kristallklar vor Augen haben, welche Seminare ich besuchen muss, welche Leistungsnachweise ich erbringen muss und wie ich das alles mit meinem Leben außerhalb der Uni unter einen Hut kriege.“

Sind alle Anmeldefristen für Lehrveranstaltungen gewahrt und steht der Stundenplan, geht es ans inhaltliche Vorbereiten. Dazu müssen Studenten wissen, welche Leistungsnachweise im nächsten Semester erwartet werden. „Wer sich erst beim ersten oder zweiten Seminartermin um sein Referatsthema kümmert, muss dann am Semesterende plötzlich alle Vorträge gleichzeitig halten“, gibt Studienberaterin Christiane Mateus von der Universität München zu bedenken.

Dabei ließen sich viele Referate und Hausarbeiten in den Semesterferien sehr gut vorbereiten, findet Doris Hildesheim vom Studierendenservice der Universität Düsseldorf. „Viele Dozenten bereiten das gesamte Semester vor und stellen ihre Planungen ins Internet. Da kann man sich sehr früh informieren, zu welchem Aspekt man ein Referat halten möchte.“

Eines sollte man trotz der perfekten Semester-Vorbereitung auf keinen Fall vergessen: den Urlaub. „Mindestens ein Monat ohne Uni muss sein“, empfiehlt Grob.