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Vertikutierer Mancher Kamm ist Moos nicht gewachsen

ku

BERLIN - Haben Mährückstände und abgestorbene Pflanzenteile eine Filzschicht im Rasen gebildet, steht jetzt die Frühjahrskur an. Vertikutierer kämmen den Rasen, zerkleinern Filz und Moos und holen es zwischen den Grashalmen heraus. Das belebt den Rasen und regt das Wachstum an. Die Stiftung Warentest hat 18 Elektrovertikutierer getestet – von gut bis mangelhaft ist alles dabei („test“, 4/12). Erstaunlich: Der günstigste Vertikutierer für 80 Euro ist fast genauso gut wie der teuerste für stolze 450 Euro.

Unangenehm laut

Beim Vertikutieren kommt es vor allem darauf an, den Rasenfilz und das Moos zu entfernen, die Grasnarbe aber möglichst unbeschadet zu lassen. Doch manche Geräte funktionieren einfach nicht richtig, andere gehen schnell kaputt. Den schlechtesten Eindruck beim Vertikutieren hinterlässt der Güde GV 1400 P: Er entfernt weder Filz noch Moos richtig, beschädigt dafür die Grasnarbe erheblich und verstopft schnell. Für ihn heißt es am Ende: mangelhaft.

Etwa jedes zweite Gerät im Test ist unangenehm laut. Das ist für Hobbygärtner allerdings nicht ganz so schlimm, weil sie eher selten – ein bis zwei Mal im Jahr – vertikutieren. Ausgerechnet der schlappe Güde arbeitet am leisesten.

Vertikutierer kommen zwar nur selten zum Einsatz, müssen dann aber einiges aushalten. Die Tester haben jedes Modell 50 Stunden auf dem Prüfstand im Labor gefahren, was bei je zweieinhalb Stunden im Frühjahr und im Herbst etwa zehn Jahre Nutzung simuliert. Drei Geräte hatten damit Schwierigkeiten. Al-Ko 32 VLE Combi Care Comfort und Bauhaus/Gardol GEV 1400-33 zeigten starken Verschleiß an der Vierkantaufnahme der Messerwalze. Beide bestanden den Dauertest knapp. Beim Brill 38 VE/RL war die Aufnahme der Messerwalze schnell verschlissen und der Motor beschädigt, so dass dieses Gerät frühzeitig ausfiel – mangelhaft. Das ist umso ärgerlicher, als sowohl Brill wie auch Al-Ko und Bauhaus beim Vertikutieren gut abschneiden.

Mit oder ohne Fangkorb – die Frage stellt sich beim Kauf. Der Fangkorb ist beim Vertikutieren oft schnell voll, muss also häufig geleert werden. Viele Gärtner arbeiten deshalb lieber ohne Korb und harken das Vertikutiergut nachher ab oder mähen anschließend. Rasenmäher erzeugen einen Sog, der das Mähgut im Fangkorb besser verdichtet und so mehr aufsammelt. Einige Vertikutierer werden gleich ohne Korb geliefert.

Verzweifelte Tester

Einstellen und bedienen, fahren und wenden – was das angeht, hatten die Tester an den meisten Modellen etwas auszusetzen. Nur vier Geräte im Test lassen sich gut handhaben: Gardena EVC 1000, Viking LE 540, Sabo 31-V EL und Wolf-Garten Campus 1000 V. Mitentscheidend für den Erfolg beim Vertikutieren ist das Einstellen der Messertiefe. Ein Hebel oben am Holm oder unten am Gerät ist praktisch. Bei einigen muss der Gärtner die Schnitttiefe direkt am Rad der Vorderachse justieren.

Beim Fahren und Wenden ist es einmal mehr der Güde, der die Tester verzweifeln lässt. Das Gerät ist schwer zu schieben, da es mit einer Kunststoffleiste auf dem Boden schleift. Auch bei anderen ist das Fahrverhalten nicht optimal, da zum Beispiel das Kabel schlecht geführt ist.

  

Nur sechs

Vertikutierer verdienen am Ende die Note gut: Am besten schneidet Gardena EVC 1000 für 150 Euro ab. Sehr leise arbeitet Viking LE 540, er kostet aber stolze 450 Euro. Preiswert, aber laut sind Einhell BG-ES 1231 sowie der baugleiche Praktiker/Budget BEV 1232 (80 Euro) und Einhell RG-SA 1433 (100 Euro). Der Sabo 31-V EL ist insgesamt noch gut, entfernt Filz und Moos aber nur befriedigend und ist mit 275 Euro recht teuer.
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