BREMEN - Wie erkläre ich es so, dass alle es verstehen können? Schon viele Wissenschaftler haben sich mit dieser Aufgabe gequält – und danach oft zur allgemeinen Verwirrung beigetragen. Denn Forschen ist eine Sache. Eine ganz andere ist es, die oft komplizierten Inhalte kurz und allgemein verständlich darzustellen.

Gerade das haben sich Wissenschaftler der Universität Bremen zum Ziel gesetzt. Sie werden dabei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt. Mit der Initiative „mikromal“ wollen sie Maßstäbe setzen, und schon die erste Aktion lässt hoffen: In Bremerhaven konnten sie eine Grundschulklasse für das „Mikrokaltumformen“ begeistern.

Der Sonderforschungbereich „Mikrokaltumformen – Prozesse, Charakterisierung, Optimierung“ hat zum Ziel, bessere Kleinstbauteile schneller zu produzieren. Benötigt werden diese Mini-Bauteile zum Beispiel in Telefonen, Navigations- und Hörgeräten, Fernsehern und MP3-Playern.

Ein Teilprojekt befasst sich mit dem Mikrorundkneten. Dabei werden winzige Bauteile mit einem Durchmesser von weniger als einem Millimeter in ihrem Durchmesser verändert, ohne dass Material abgetragen wird. Dies geschieht mit einer extra entwickelten Mikrorundknetmaschine. Und wie dieses Gerät funktioniert, hat Eric Moumi den sechs- bis zehnjährigen Schülern erklärt.

„Mit Herzklopfen“ stand er vor der Klasse und hielt sich an den Tipp der Klassenlehrerin: „Gar nicht viel erklären und die Kinder einfach mal machen lassen“, riet Yvonne Hoffmann. Moumi erzählte ein wenig von seiner Arbeit an der Uni und stellte viele Fragen: Was ist klein? Was ist aus Metall? Wofür braucht man Drähte? Wie könnte man ganz kleine Drähte herstellen? Die Ideen sprudelten nur so aus den Kindern heraus. Die Schüler zeichneten Maschinen, mit denen sich dicke Drähte dünn machen lassen. Den Abschluss bildete ein Besuch in den Laboren der Universität.

Informationen und Ansprechpartner für Schulen, die sich beteiligen möchten unter www.mikromal.de