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Entwicklungsarbeit Studenten unterstützen Existenzgründer in Namibia

Bremen - Studierende der Wirtschaftswissenschaft an der Universität Bremen haben mit einem dreiwöchigen Projekt Existenzgründerinnen und -gründer in Namibia unterstützt. Ergebnisse ihrer Arbeit haben sie vor Ort, im Bokamoso Gründungszentrum in Windhuk, mit großem Erfolg präsentiert und werden nun Masterarbeiten darüber schreiben, wie die Hochschule mitteilt.

Das Projekt wurde vom Internationalisierungsfonds der Universität und vom Fachbereich finanziert. „Die Masterstudierenden sind mit der Leidenschaft zurückgekommen, weitermachen zu wollen“, freut sich Projektleiterin Dr. Aki Harima, die am LEMEX, dem Lehrstuhl für Mittelstand, Existenzgründung und Entrepreneurship der Uni Bremen forscht und lehrt.

Namibianische Kultur soll Touristen anziehen

Drei Projekte haben sich nach einer Analysephase vor Ort herauskristallisiert. Dafür haben die Beteiligten zunächst mehr als 20 Interviews mit Existenzgründern in dem südwestafrikanischen Land geführt. Sechs Studierende und eine Doktorandin haben erste Lösungsansätze vorgeschlagen und werden die Umsetzung weiter verfolgen. Unterstützt werden sie dabei von Studierenden und Lehrenden der Namibia University of Science and Technology (NUST).

Die erste Gruppe hat ein neues Konzept für das Bokamoso Entrepreneurial Centre entwickelt. „Als wir hinkamen, war dort alles leer, es fehlte eine Idee, wie Touristen angelockt werden können, um auch in den Läden etwas zu kaufen“, sagt Dr. Harima. Laut Plan soll das Gelände nun ein Kulturzentrum werden. Statt grauer Wellblechbaracken soll es fröhliche Farben bekommen. Touristen sollen authentische namibianische Kultur erleben können. Solche Möglichkeiten gibt es bislang in der Region kaum.

Die zweite Gruppe hat festgestellt, dass vielen Start-up-Unternehmern fachliche Kenntnisse fehlen. Sie brauchen Informationen zum Beispiel über Marketing oder eine Social-Media-Strategie. Gleichzeitig suchten Studierende der NUST händeringend Praktikumsplätze, die es bislang nur begrenzt gibt. Die Bremer Gäste haben deshalb ein Web-Portal aufgebaut. Dort können Unternehmen für sich werben und Studierende Praktikumsmöglichkeiten suchen und finden.

Online-Lernplattform für Geschäftspläne

Schließlich hat die dritte Gruppe eine Online-Lernplattform vorgeschlagen, die Wissen über Business Skills wie das Erstellen von Geschäfts- und Finanzplänen virtuell vermitteln soll. Unternehmerinnen und Unternehmer können sie künftig für Kurse nutzen. „Wir wollen den begonnenen Austausch fortsetzen und intensivieren“, sagt die Projektleiterin.

Am LEMEX-Lehrstuhl arbeitet man jetzt an Anträgen beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Damit soll der Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern zwischen beiden Ländern gefördert werden. Das erfolgreich gestartete Projekt soll somit Nachhaltigkeit bekommen.

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