BREMERHAVEN - Die Fachhochschule Bremerhaven ist wegen ihres innovativen Weiterbildungsprogramms für Lehrkräfte ausgezeichnet worden. Als eine von zehn Hochschulen gewann sie erstmals den Wettbewerb „Exzellente Lehre“ der Kultusministerkonferenz und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Eine internationale Jury hatte die Gewinner aus 108 Bewerbern ausgewählt, die nun ein Preisgeld von insgesamt 10 Millionen Euro erhalten. Nach Bremerhaven fließen 500 000 Euro, mit denen die Fachhochschule das Weiterbildungsprojekt in den kommenden fünf Jahren finanzieren will.

Neben Bremerhaven wurden die Fachhochschulen Hamburg, Köln und Potsdam sowie die Universitäten Aachen, Bielefeld, Freiburg, Kaiserslautern, München (TU) und Potsdam ausgezeichnet. Die Preisgelder für die einzelnen Hochschulen werden je zur Hälfte vom Stifterverband und vom jeweiligen Sitzland der prämierten Hochschule aufgebracht.

Die ausgewählten Hochschulen hätten mit ihren Studenten eine neue Lehr-Lern-Partnerschaft geschlossen, sagte der Generalsekretär des Stifterverbandes, Andreas Schlüter. Nach Ansicht von Jurymitglied Hans N. Weiler von der Stanford University (USA) ist Deutschland in Sachen Hochschuldidaktik „nach wie vor Notstandsgebiet“. Hochschulexperten forderten bei der Bekanntgabe der Preisträger eine Art Deutsche Lehrgemeinschaft – ähnlich der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Der Wissenschaftsrat hatte unlängst eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung der Hochschulen zugunsten einer besseren Lehre und Betreuung der Studenten verlangt. Allein an den Universitäten fehlten dafür rund 1,1 Milliarden Euro pro Jahr. Noch in diesem Jahr will der Wissenschaftsrat Berechnungen für die Fachhochschulen vorlegen.

Kurzbeschreibung der Siegerprojekte im Internet: http://tinyurl.com/yfreg3c, www.hs-bremerhaven.de