Bremen - Eine Brille für sehbehinderte Menschen, die die Umwelt scannt und dem Träger die Umgebung beschreibt. Eine Handtasche, in der ein Handy bis zu 14-mal komplett aufgeladen werden kann, während der Verbraucher sich nicht einmal in der Nähe einer Steckdose befinden muss. Ein Online-Netzwerk, das alle Inhalte, die ein Nutzer hochlädt, allen anderen Nutzern in der selben Gegend zur Verfügung stellt. Damit könnten zum Beispiel Studierende über Ereignisse auf dem Campus auf dem Laufenden gehalten werden. Das sind die drei siegreichen Geschäftsideen der vierten Jacobus Challenge, die kürzlich an der Jacobs University in Bremen stattfand.

Für die Endrunde hatten sich elf Teams qualifiziert. Dabei waren unter anderem Studierende von Elite-Unis, wie der Cambridge University (England) und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT, USA) sowie Teilnehmer aus Indien, Pakistan und Deutschland.

Der erste Preis ging an das Team Lumen von der Jacobs University für die spezielle Brille, der zweite an die Mannschaft JonLou vom MIT für die Handy-aufladende Handtasche und der dritte Preis an die Gruppe Localcag von der Cambridge University für das Netzwerk.

Erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Ideen vor Investoren darzulegen. „Eine tolle Chance, die die Qualität der Beiträge noch einmal enorm gesteigert hat“, sagt Christian Angern, Projektleiter der Jacobus Challenge und Student an der Jacobs University. Er freut sich, dass der High-Tech Gründerfonds erstmals als Partner dabei war und allen Teams die wichtigsten Fragen für die Gründungsphase beantwortet hat.

Die drei Siegerteams haben Geldpreise erhalten, die zur Umsetzung der Geschäftsidee eingesetzt werden müssen. Ihnen werden darüber hinaus erfahrene Mentoren aus dem Kreis der Jacobs Alumni langfristig zur Seite gestellt, die sie auf dem Weg zur Gründung beraten.