DELMENHORST - DELMENHORST - Mit einem zentralen Appell in der Delmenhorster Kaserne sind am Mittwoch 33 Heeresoffiziersanwärter, darunter zwei Frauen, sowie ein Oberfähnrich zur See aus dem Wehrbereich Küste zu Leutnants befördert worden. Die Ernennung nahm der zuständige Befehlshaber, Generalmajor Heinz-Georg Keerl, im Beisein des stellvertretenden Regimentskommandeurs, Fregattenkapitän Rüdeger Schomburg, vor.
Der Tod der beiden Bundeswehrsoldaten in Afghanistan verdeutliche, welche Risiken dieser Beruf mit sich bringe, sagte Keerl in seiner Ansprache. Wer die Offizierslaufbahn einschlage, müsse wissen, dass er sich künftig als Vorgesetzter nicht verstecken könne. „In einer Krise werden Ihre Soldaten auf Sie schauen“, sagte der General. Zu den notwendigen Führungsqualitäten gehöre, zu den eigenen Fehlern zu stehen. „Nichts in unglaubwürdiger als ein Vorgesetzter, der seine eigenen Fehler Untergebenen unterschiebt.“ Wer Gehorsam, Kameradschaft, Pflichterfüllung und Tapferkeit vorlebe, werde sich auch die Gefolgschaft seiner Untergebenen sichern können. Es sei aber auch notwendig, „Vertrauen in die Soldaten zu investieren“. Dies sei in einer Gesellschaft, die immer stärker bürokratisch gegängelt werde, sicherlich nicht leicht.
An der feierlichen Zeremonie nahmen neben Vertretern der Bundeswehr, der Politik und der Stadt Delmenhorst auch Angehörige der frisch gebackenen Offiziere teil, die aus den Standorten Neubrandenburg, Hamburg, Munster, Bremen, Hannover, Wilhelmshaven, Lingen, Burg, Beelitz und Dessau angereist waren. Auch aus Delmenhorst waren einige Oberfähnriche dabei.
Die jungen Leutnants haben sich für zwölf Jahre verpflichtet oder für eine Karriere als Berufssoldat entschieden. Sie werden demnächst ein Studium beginnen.
