DELMENHORST - Sein Interesse galt am Freitag der Bildung und den sozialen Fragen, als Christian Dürr, Landtagsfraktionsvorsitzender der FDP, Delmenhorst besuchte. Er war von Uwe Dähne, dem FDP-Ratsfraktionsvorsitzenden der FDP eingeladen worden, zwei Bildungseinrichtungen auf dem Gelände der Nordwolle unter die Lupe zu nehmen. Nach dem „Institut für Weiterbildung in der Kranken- & Altenpflege“ (IWK) statteten der Kommunal- und der Landespolitiker der Volkshochschule (VHS) einen Besuch ab.
Beim IWK gab Elisabeth Gröhn, die Prokuristin, einen Einblick in die Arbeit der gemeinnützigen GmbH, die sich mit der Aus- und Weiterbildung in sozialen Berufen beschäftigt. Seit dem 1. Oktober gibt es dank einer Kooperation mit der Hamburger Fern-Hochschule (HFH) für Ergotherapeuten, Logopäden, Pflegekräfte und Physiotherapeuten die Möglichkeit, berufsbegleitend ein Bachelor-Studium zu absolvieren. Dähne zeigte sich sehr erfreut darüber, dass Delmenhorst damit einen eigenen „akademischen Standort“ habe.
Dürr trieb bei seinem Besuch vor allem die Frage nach den Perspektiven in der Altenpflege um. Die Frage, ob sie Nachwuchssorgen plagten, verneinte Gröhn jedoch. „Wir haben nach wie vor keine Probleme, Teilnehmer zu finden“, sagte sie. Allerdings erweise es sich als schwierig, dass jeder Teilnehmer inzwischen einen Ausbildungsplatz nachweisen müsse. Vorher sei es für die Teilnehmer noch möglich gewesen, durch das Arbeitsamt an das IWK vermittelt zu werden.
Der Landtagsfraktionsvorsitzende erklärte daraufhin, dass der Landtag dem niedersächsischen Sozialministerium rund 300 000 Euro zur Verfügung gestellt habe, um Werbemaßnahmen für Berufe in der Altenpflege zu finanzieren. Auf die Frage, ob eine solche Werbung für sie wichtig sei, schüttelte Gröhn den Kopf: „Die schulischen Einstiegsvoraussetzungen sind einfach zu hoch.“ Daneben hemme auch die Dokumentationspflicht sehr stark die schulische Arbeit.
