DELMENHORST - Verschiedene vitale Atmosphären und flutende, dynamische Farbflächen können momentan in der Städtischen Galerie Delmenhorst bestaunt werden. Die Ausstellung „Ein Pferd frisst keinen Gurkensalat“ ist eine „Sternstunde der Malerei“ sagt Galerieleiterin Barbara Alms. Passend zur Weihnachtsfeier, am 21. Dezember, präsentierte Alms mit den beiden Grafikern Jana Aylin Hochmann, Professor Ingo Offermanns sowie Professor Norbert Schwontkowski von der Hochschule für Bildende Künste Hamburg den Katalog zur Ausstellung.
In dem Katalog sind Porträts der Künstler sowie alle Arbeiten, die ausgestellt sind, zu sehen. Die Werke wurden von acht ausgewählten Schülern der Klasse Schwontkowski angefertigt. Sie verbrachten ab drei Wochen vor der Ausstellung Tag und Nacht im Ausstellungshaus, berichtet Alms. Entstanden seien dabei unter anderem großartige malerische Collagen.
In der Ausstellung treffen sich Leben und Kunst, so Alms. „Boden, Decke, Wände und Fundstücke werden Teil des malerischen Prozesses. Malerei, die auch Musik, Film und Leben ist, transformiert sich in Raum und prägt das ganze Haus.“
Es sei eine gigantische räumliche Collage nach Max Ernst – „ein Zusammentreffen von zwei oder mehr wesensfremden Realitäten“, so Alms.
Insgesamt können zehn Positionen – verschiedene künstlerische Räumlichkeiten in der Ausstellung – betrachtet werden. An der Ausstellung sind Künstler verschiedener Sparten und Fächer beteiligt. „Ein Vorteil“, so Schwontkowski. Es ist eine bunte Mischung aus bildhauerischen, installativen und Film-Beiträgen zu sehen.
Schwontkowski: „Die Auswahl spiegelt die kräftigsten Kunstwerke wieder. Manchmal – bei der Arbeit in der Galerie – kam es mir vor wie ein riesiger Bastelverein, weil da kräftig gebastelt und gebaut, gezimmert und geschreinert, sowie die Wände angemalt wurden.“
Der zugehörige, von Jana Aylin Hochmann und Professor Ingo Offermanns angefertigte Katalog, ist in der Stadtgalerie erhältlich. In dem Katalog ist im Anhang auch ein ausführliches Interview mit Professor Norbert Schwontkowski sowie ein Vorwort von Galerieleiterin Barbara Alms enthalten.
