DELMENHORST - „Nach 20 Jahren kann man mal eine Party machen“, sagt Oliver Poppe, Künstlerischer Leiter des Delmenhorster Jazzfestes, am Donnerstag während eines Pressegesprächs in Anspielung auf die in diesem Jahr erstmals stattfindende After-Show-Party. Und wer will Poppe da widersprechen? Das jährliche Konzertwochenende hat sich schließlich seit Bestehen zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt und zieht mittlerweile Jazzfans aus ganz Norddeutschland an.

Die Jubiläumsveranstaltung am 27. und 28. November im Theater „Kleines Haus“ bietet wie gewohnt ein Line-Up aus etablierten Musikern. Den Auftakt machen am Freitag ab 19.30 Uhr das Jürgen Hagenlocher Quintett und Alex Sipiagin mit Modern Jazz. Außerdem stehen an diesem Tag The Cookers aus den USA auf der Bühne – Hard-Bop-Musiker, die Oliver Poppe als „Pendant zum Young German Jazz“ bezeichnet. „The Cookers sind erfahrene Spieler jenseits der 55.“

Saxofonist aus New York

Am Sonnabend spielt der junge New Yorker Seamus Blake ab 19.30 Uhr Saxofon, unterstützt vom Piotr Lemancyk Quartett. Oliver Poppe vergleicht Blakes Musik mit der von Chris Potter. Als „besonders interessant“ bezeichnet der Künstlerische Leiter den zweiten Programmpunkt am Sonnabendabend: das Bremen Contemporary Orchestra, bestehend aus einem Kammerorchester und einem Jazzquintett. „Eine außergewöhnliche Darbietung“ verspricht Poppe. Die Musik sei eine Mischung aus Strawinsky und Miles Davis.

Nach diesem Konzert findet zum ersten Mal beim Jazzfest eine After-Show-Party statt. Im „Cartiera“ treten ab 22 Uhr die Swingin’ Fireballs auf. Wie im vergangenen Jahr findet am Sonnabend, 28. November, zudem ein Sonderprogramm für Kinder statt. Unter dem Titel „Jazzbäckerei“ erklären Studenten der Bremer Hochschule für Künste den Teilnehmern, wie Jazzmusik gemacht wird.

Finanzierung gesichert

In punkto Finanzierung freuten sich die Veranstalter am Donnerstag über einen 8000-Euro-Scheck der Sparda-Bank, den Geschäftsstellenleiterin Petra Graf übergab. Allgemein sei die Unterstützung für das Festival sehr groß, sagt Birgit Lohstroh, die Leiterin des Kulturbüros: „Die Stadt hält zusammen, um das Fest zu ermöglichen.“ Somit müsse nur ein geringer Teil des Budgets von der Stadt getragen werden.

Karten für das Jazzfest sind im Kulturbüro im Rathaus erhältlich. Weitere Informationen unter 04221/99 24 64.