DELMENHORST - Die Gemeindekirchenratswahl im Bereich der Evangelisch-Lutherischen Kirche Oldenburg hat auch altersmäßig für eine gute „Mischung“ in den Gemeinden gesorgt. Mit Jannik Skripalle ist in der Stadtkirchengemeinde einer der jüngsten neu gewählten Kirchenräte tätig. Der 19 Jahre alte Physik-Student wird laut Pfarrer Thomas Meyer in der Stadtkirchengemeinde „als Bereicherung“ angesehen.

Vielleicht auch deshalb, weil Jannik Skripalle ganz neuen Wind mitbringt. „Es war weniger das Religiöse als die Aussicht auf Kontakte zu Jugendlichen und anderen in der Gemeinde“, begründet der 19-Jährige seine Kandidatur. Unter Hinweis auf sein Physik-Studium und der Auseinandersetzung zwischen Naturwissenschaft und Glauben sagt er: „Ich glaube – aber anders als im traditionellen Sinn. Das ist ein Spagat, den jeder für sich selbst schaffen muss“.

Zur Kirchenarbeit kam Jannik Skripalle über die Jugendgruppenleiterausbildung nach dem Konfirmandenunterricht. Die Zusammenkunft ehrenamtlich tätiger Jugendlicher aus Delmenhorst und dem weiteren Umkreis habe ihn motiviert, sagt er. Als die Anfrage von Pastor Meyer kam, ob er sich eine Kirchenrats-Kandidatur vorstellen könne, brauchte er nur eine kurze Bedenkzeit, bevor er zusagte.

Dass er gleich auf den dritten Platz gewählt wurde, macht ihm Mut für das Voranbringen seiner Pläne. Das Gefühl, künftig wichtige personelle und wirtschaftliche Beschlüsse maßgeblich mitentscheiden zu können, habe ihn nicht so sehr gereizt. „Die Jugendarbeit ist mir wichtig, die kam in der Vergangenheit ein bisschen kurz“, zählt er seine vorrangigen Pläne auf. Und er freue sich auf offene Diskussionen und regen Austausch mit den Gemeindemitgliedern und Kirchenräten „bei denen es kein Richtig oder Falsch gibt“.

Privat interessiert sich der Willms-Abiturient für Naturwissenschaft und Sport.