DELMENHORST - Das Ziel ist klar. „Es muss uns gelingen, so früh wie möglich mit Familien, die Hilfe benötigen, in Kontakt zu kommen“, sagt Gerd Galwas, Fachdienstleiter Allgemeiner Sozialer Dienst. Damit dies bestmöglich gelingt, hat die Stadt am 1. Januar das Projekt „Delmenhorster Präventionsbausteine“ ins Leben gerufen. Ein Projekt, das die Situation von benachteiligten Kindern, Jugendlichen und ihren Familien verbessern soll. Begleitet wird dieses Projekt von Professor Dr. Anke Spies, Professor Dr. Manfred Wittrock und Dr. Heinrich Ricking von der Universität Oldenburg. Am Dienstag stellten die Wissenschaftler und Vertreter des Fachbereichs Jugend, Familie, Senioren und Soziales im Rathaus die „Delmenhorster Präventionsbausteine“ vor.

„Die Bewertung der Wissenschaftler ist für uns eine Chance, nicht nur ein Teilprojekt zu betrachten, sondern ganze Bausteinsysteme“, sagt Galwas. Heißt: Untersucht werden etwa die soziale Arbeit an den Schulen, die Koordination von sozialen Angeboten sowie die familienstützende Arbeit wie zum Beispiel der Einsatz von Familienhebammen. Erlangt werden diese Ergebnisse etwa mittels Fragebögen oder Interviews mit Eltern.

„Sollte sich in der Bewertung etwa herausstellen, dass Familienhebammen nicht den erwünschten Nutzen bringen, beenden wir diese Maßnahme und setzen Ressourcen an anderer Stelle ein“, sagt Fachbereichsleiter Rudolf Mattern. Die Politik werde sehen, ob sie das Geld momentan sinnvoll für Kinder und Jugendliche in Delmenhorst einsetze.

Die Stadt bezahlt für dieses Projekt, das noch bis Dezember 2010 läuft, jährlich 50 000 Euro. Ziel des „für den norddeutschen Raum einmaligen Projektes“ sei eine Fachtagung. „Die Ergebnisse sollen präsentiert und diskutiert werden“, so Mattern.