Die Jade Hochschule konnte 26 Deutschlandstipendien vergeben. Geldgeber und Studenten sprechen über Motivation und Chancen.
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FRAGE:
Warum finanzieren Sie Deutschlandstipendien an der Jade Hochschule?
BULLA
: Wir arbeiten schon seit mehreren Jahren gut mit dem Fachbereich Wirtschaft der Jade Hochschule zusammen, bieten Praktikumsplätze oder Themen für Bachelor-Arbeiten an. Da liegt es nahe, dass wir auch Deutschlandstipendien finanzieren. Außerdem hoffen wir, dass andere Unternehmen nachziehen, wenn wir uns beteiligen.
SCHNEIDER
: Wir engagieren uns grundsätzlich in den Bereichen Umwelt und Bildung. Das Deutschlandstipendium bietet uns als mittelständischem Unternehmen die Möglichkeit, den Nachwuchs zu fördern ohne zu große Mittel aufwenden zu müssen. Des weiteren möchten wir unser Unternehmen bei den Studierenden der Jade Hochschule bekannt machen, um neue Mitarbeiter zu gewinnen.
FRAGE:
Herr Schneider, Ihr Unternehmen hat seinen Sitz in Braunschweig. Weshalb fördern Sie Studierende der Jade Hochschule, wo es in Braunschweig doch auch Hochschulen gibt?
SCHNEIDER
: Wir haben bei verschiedenen Tagungen einen sehr guten Kontakt zu Professor Thomas Luhmann und anderen Dozenten vom Institut für Photogrammetrie aufgebaut. Viele unserer Mitarbeiter sind Absolventen der Jade Hochschule und sie sind sehr gut ausgebildet worden.
FRAGE:
Werden Sie auch in den kommenden Jahren Deutschlandstipendien fördern?
SCHNEIDER
: Ja, die Unterstützung soll langfristig laufen. Für weitere drei Semester haben wir bereits zugesagt. Solange es die Geoinformatik an der Jade Hochschule gibt und wir es uns finanziell leisten können, werden wir Stipendien vergeben.
BULLA
: Auch die Sparkasse Wilhelmshaven wird ihr Engagement fortsetzen. Für die kommenden fünf Jahre haben wir bereits unterschrieben.
FRAGE:
Zu den Stipendiaten: Welche Freiräume schafft Ihnen das Stipendium?
LANGE
: Es ist eine unwahrscheinliche Erleichterung. Viele – ich inbegriffen – müssen im Studium jobben. Durch das Stipendium kann ich meinen Fokus komplett auf mein Studium und insbesondere auf meine zur Zeit anstehende Masterarbeit legen.
NGUYEN
: Das Stipendium macht mein Studienleben um ein Vielfaches angenehmer und eröffnet mir viele neue Chancen. Mir ist der Kontakt zu Menschen sehr wichtig und durch das Stipendium habe ich viele Menschen kennen gelernt, die mich motivieren und inspirieren.
FRAGE:
Die Jade Hochschule betont, wie wichtig der Kontakt zwischen Förderern und Stipendiaten sei. Wie empfinden Sie das?
NGUYEN
: Für mich ist der Kontakt wichtig. Ich war sehr erfreut über die freundliche Einladung zur Mitgliederversammlung des Fördervereins und die Möglichkeit, mich persönlich bedanken zu können. Ich hoffe, den Kontakt in Zukunft intensivieren zu können.
LANGE
: Der Kontakt zu meinem Förderer, der Firma Oltmanns und Partner, ist sehr gut. Er hilft mir, ein Netzwerk zu bilden, das den Berufseinstieg sicher erleichter. Und dass immer jemand bereit ist, meine Fragen zu beantworten, ist fast wichtiger als das Geld.
SCHNEIDER
: Wir haben zum Beispiel bei den Oldenburger 3D-Tagen längere Gespräche mit unseren beiden Stipendiaten geführt. Wir hätten aber mehr tun können – einer der Stipendiaten hat uns auch darauf hingewiesen. Diese Anregung werden wir aufnehmen und Stipendiaten künftig zu unseren öffentlichen Veranstaltungen einladen, bei denen auch Zeit für ein persönliches Gespräch ist.
BULLA
: Mit unseren drei Stipendiatinnen haben wir regelmäßig Kontakt. Sie haben eventuell die Möglichkeit, ihre Bachelor-Arbeit bei uns zu machen. Außerdem haben wir gute Verbindungen zur Wirtschaft und können eine Art Türöffner sein. @