EMDEN - Wie können suchtkranke Menschen mit Migrationshintergrund besser erreicht werden? Wie müssen Hilfsangebote gestaltet sein, dass sie von diesen Menschen angenommen werden? Das sind zentrale Fragen des Bundesmodellprojekts „transVer – transkulturelle Versorgung von Suchtkranken in Cloppenburg“, das von Prof. Dr. Knut Tielking und Henning Fietz von der Fachhochschule Emden/Leer wissenschaftlich begleitet wird.

Hintergrund des Projekts ist, dass Migrationsprozesse und ihre Nachwirkungen eine Vielzahl von psychosozialen Belastungen bergen, die Suchterkrankungen begünstigen. Das Bundesgesundheitsministerium hat deshalb eine Förderinitiative gestartet, die Zugangsbarrieren abbauen und zielgruppengerechte Hilfen bereitstellen sollen. Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention „Drops Cloppenburg“ ist eine der Modelleinrichtungen.

In einem ersten Zwischenbericht wird deutlich, dass es bereits gelungen ist, viele Kooperationspartner, die mit Menschen mit Migrationshintergrund in Kontakt stehen, einzubinden. Auch wurden unter anderem Informationsveranstaltungen für Frauen mit Suchtproblemen vorbereitet. Zu den neuen Angeboten zählt auch eine Therapievorbereitungsgruppe, die die Besonderheiten dieser Zielgruppe besser berücksichtigt.