Oldenburg - Im Peer Mentoring-Projekt „Let’s go“ an der Jade Hochschule werden Studienanfänger in der Anfangsphase des Studiums von erfahrenen Studierenden begleitet und beraten. Das von der Zentralen Studienberatung organisierte Projekt wird seit dem Wintersemester 2012/13 an allen Studienorten angeboten.
„Gerade am Anfang des Studiums quälen eigentlich doch jeden dieselben Fragen: Wo kann ich was nachschauen, wann muss ich mich für was entscheiden, wo kann ich mich wann für was anmelden und so weiter“, sagt Christoph Tholen, der in Wilhelmshaven Maschinenbau studiert und seit dem vergangenen Semester Mentor ist. In regelmäßigen Treffen, meist außerhalb der Hochschule, hätten viele Studienanfänger die Möglichkeit genutzt, in kleiner Runde Fragen loszuwerden und erste Kontakte zu knüpfen.
Sascha Morgenstern studiert im Fachbereich Seefahrt in Elsfleth und ist seit Projektbeginn als Mentor dabei: „Gerade die Erstsemester im Studiengang Nautik, die sechs Monate auf hoher See verbringen, haben viele Fragen. Welche Dokumente muss ich mit an Bord nehmen? Wie viele Stunden am Tag muss ich arbeiten? Brauche ich eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung?“
„Die Studienanfänger sollen gleich zu Beginn wissen, an wen sie sich wenden können. Wir organisieren Gruppen- oder Einzeltreffen, bei denen sich Erstsemester über Probleme austauschen können. Vertraulichkeit ist für uns oberstes Gebot. Erfahrung und Hilfsbereitschaft sind wichtige Voraussetzungen für unsere Tätigkeit als Mentor“, sagt Morgenstern
Auch die Studienanfänger, die bisher an dem Programm teilnahmen, sind zufrieden. „Vor allem die ersten Monate in einem Studium bringen viele Fragen mit sich und man weiß nicht so recht, wen man am besten ansprechen kann“, sagt Ralf Lalk, der mittlerweile im dritten Semester Wirtschaft studiert. „Durch meine Mentorin bekam ich sehr schnell einen Überblick über das Geschehen an der Hochschule und gezielte Hilfe bei meinen Problemen, zum Beispiel bei der Stundenplanerstellung oder bei Fragen zum Prüfungsablauf.“
Für das kommende Semester planen die Mentoren auch Workshops, beispielsweise zum Thema Zeitmanagement, eine festgesetzte Sprechstunde und weitere gemeinsame Freizeitaktivitäten. Susanne Busche von der Zentralen Studienberatung, die das Projekt koordiniert, zieht eine positive Bilanz: „Die Mentorinnen und Mentoren gehen jetzt zum Sommersemester zielsicherer an ihre Sache heran und sind im Team gewachsen. Das Projekt ist für beide Seiten eine wichtige Lernerfahrung.“
