Bremen - Vorschulkinder haben einen großen Drang zum Erforschen naturwissenschaftlicher Phänomene und zum unermüdlichen Ausprobieren. Das Elbkinder-Projekt „Versuch macht klug“ habe für diesen natürlichen Forscherimpuls spannende naturwissenschaftliche Forschungs- und Experimentierstationen entwickelt, wie die Uni Bremen mitteilt. Sie seien seit langem in den Elbkinder-Kitas und in vielen norddeutschen Kitas ein wichtiger Baustein vorschulischen Lernens.
Jetzt können die Experimentierstationen auch gezielt für die Sprachbildung im Kita-Alltag genutzt werden. Dies ist das Ergebnis des Gemeinschaftsprojekts „Versuch macht klug und gesprächig!“ der Elbkinder und der Universität Bremen, unterstützt und gefördert von der Nordmetall-Stiftung, die bereits das Vorläuferprojekt finanziert hat.
Auffällig sei, dass der Forscherdrang der Kinder von einem intensiven sprachlichen Austausch begleitet wird, so die Wissenschaftler. Ausgelöst durch die herausfordernden, widersprüchlichen oder erstaunlichen Erfahrungen an den Experimentierstationen versuchten sich viele Kinder ganz selbstverständlich auch an komplexeren sprachlichen Strukturen und Begriffen. Dabei widmen sie sich einerseits grundlegenden physikalischen oder chemischen Phänomenen, andererseits entwickeln sie ihre kommunikativen Fähigkeiten.
Ziel des Projektes ist es, die Entwicklung eines differenzierten Wortschatzes und komplexer grammatischer Strukturen bei Kita-Kindern im Vorschulalter zu fördern. Dafür erarbeitete das Projektteam um Professorin Monika Rothweiler und Dr. Tobias Ruberg von der Uni Bremen sowie Daria Skolaude und Franziska Sterner von den Elbkindern Hamburg nicht nur Spiele, die Wortschatz, komplexe grammatische Strukturen und sprachliches Handeln fokussieren. Aus der Arbeit gingen auch Fortbildungs-Materialien hervor, mit deren Hilfe Kita-Erzieher künftig die sprachliche Entwicklung der Kinder besser unterstützen können.
