Hannover - Niedersachsens Hochschulen ziehen: Nach der Abschaffung der Studiengebühren haben sich mehr Studierende als in den meisten Vorjahren eingeschrieben.

Einen neuen Rekord vermeldet die Uni Hildesheim. Dort studieren zum ersten Mal mehr als 7000 junge Menschen. Etwa 25 500 Studierende sind es an der Leibniz Uni Hannover, so viele wie vor zehn Jahren. Ein Allzeithoch meldete auch die TU Braunschweig mit 18 300 Studierenden, fast 6300 mehr als vor sieben Jahren.

Besonders beliebt bei den Studienanfängern in Hannover ist Wirtschaftswissenschaft, in Hildesheim haben vor allem Lehramtsstudierende angefangen. An der Universität Göttingen ist Betriebswirtschaftslehre gefragt, an der Uni Oldenburg Medizin. In Braunschweig gibt es die meisten Erstsemester im Maschinenbau, gefolgt von der Architektur. Endgültige Studentenzahlen stehen im November fest.

Erstmals in diesem Semester mussten die Studierenden keine Studiengebühren mehr zahlen. „Die Zugangshürden zum Studium abzubauen und mehr junge Menschen an unsere Hochschulen zu holen, das ist erklärtes Ziel der Abschaffung der Studiengebühren gewesen“, sagte Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne): „Dass die ersten Trendmeldungen aus den Hochschulen steigende Zahlen erwarten lassen, bestätigt unseren Kurs.“