Oldenburg - Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat kürzlich eine neue transregionale Forschergruppe genehmigt, an der die Universitäten Oldenburg und Bremen, die Technische Universität (TU) Hamburg-Harburg und die FU Berlin beteiligt sind. Unter der Federführung der Uni Bremen erforschen Chemiker, Physiker und Ingenieure in den nächsten drei Jahren den Einsatz von nanoporösem Gold als neues Katalysatormaterial. Die DFG fördert die Transregio-Forschergruppe mit dem Titel „Nanoporous Gold – A Prototype for a Rational Design of Catalysts”“ in diesem Zeitraum mit mehr als zwei Millionen Euro.

Bereits in ihren früheren Forschungsarbeiten haben die beteiligten Wissenschaftler das Potenzial von nanoporösem Gold als Katalysator für Oxidationsreaktionen gezeigt. Nun wollen sie grundlegende Erkenntnisse für dieses innovative Katalysatormaterial gewinnen. Konkret wird die Forschergruppe dessen Einsatz in der Gasphase und in der flüssigen Phase sowie im Bereich der Elektrokatalyse beleuchten.

„Unser Team besteht aus Arbeitsgruppen, die bereits jetzt in verschiedenen Bereichen der Forschung an nanoporösem Gold zu den international führenden Experten gehören“, sagt Prof. Dr. Marcus Bäumer vom Institut für Angewandte und Physikalische Chemie der Uni Bremen. Er ist Sprecher der neuen Transregio-Forschergruppe. „Gemeinsam haben wir uns vorgenommen, das Thema national und international weiter voranzubringen und die Führungsposition auszubauen.“

Dabei setzt die Forschergruppe auf sich gegenseitig ergänzende Forschungsexpertisen. Eine DFG-Forschergruppe ist ein enges Arbeitsbündnis mehrerer herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die gemeinsam eine Forschungsaufgabe bearbeiten. Das Forschungsvorhaben geht dabei nach seinem thematischen, zeitlichen und finanziellen Umfang über die Förderungsmöglichkeiten im Rahmen der DFG-Einzelförderung weit hinaus. Forschergruppen tragen dazu bei, neue Arbeitsrichtungen zu etablieren.

Die Arbeitsgruppen der Universität Oldenburg bearbeiten dabei hauptsächlich Projekte aus den Gebieten der Elektrokatalyse und der Quantenchemie.