OLDENBURG - Die Forschergruppe „Dynamik und Stabilität retinaler Verarbeitung“ erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) weitere drei Jahre Förderung in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Sprecher der Gruppe, an der neben der Universität Oldenburg auch die Universität Erlangen-Nürnberg sowie die Max Planck Institute in Frankfurt und Heidelberg beteiligt sind, ist der Oldenburger Biologe und jetzige Rektor des HanseWissenschaftskollegs, Professor Dr. Reto Weiler.

Ausgezeichneter Ruf

Die Beurteilung der bisherigen Forschungen durch die DFG sei außerordentlich positiv ausgefallen, sagte Vizepräsident Professor Dr. Hans-Jürgen Appelrath. Das wundere ihn nicht, da Weilers Arbeiten auf diesem Gebiet schon lange einen international ausgezeichneten Ruf hätten.

Im Zentrum der Forschung steht die Frage, welche Mechanismen der Netzhaut die hohe Stabilität der Wahrnehmung unter dynamischen Umweltbedingungen gewährleisten. Die visuelle Umwelt ändert sich ständig, unter anderem durch wechselnde Beleuchtung und durch Bewegung. Die Retina trägt entscheidend dazu bei, die Aufgabe zu bewältigen, die visuelle Wahrnehmung trotzdem stabil zu halten und dabei eine hohe räumliche Auflösung und präzise zeitliche Verarbeitung zu gewährleisten.

International präsent

Die Forschergruppe, die diese Frage klären soll, wurde 2006 von der DFG eingerichtet. Die international besetzte DFG-Gutachtergruppe zollte ihr für die bisherige Arbeit hohes Lob und hob insbesondere die internationale Ausstrahlung sowie die Nachwuchsförderung hervor.