OLDENBURG - Was geschieht eigentlich mit den Studienbeiträgen, die die meisten Studierenden in Niedersachsen bezahlen? Das Präsidium der Jade Hochschule, Dekane und Studierende verschafften sich kürzlich einen Eindruck davon, welche Projekte am Studienort Oldenburg bereits durch Studienbeiträge verwirklicht wurden.
„Wir wollen wissen, wie unsere Entscheidungen, die Studienbeiträge einzusetzen, umgesetzt worden sind und kommen bei der Gelegenheit mit den Verantwortlichen vor Ort ins Gespräch.“, berichtet Vizepräsident Prof. Dr. Weisensee, der unter anderem für die Forschung an der Jade Hochschule zuständig und Mitglied der Auswahlkommission für die zentrale Vergabe von Studienbeiträgen ist.
Pro Jahr zahlen die Studierenden der Jade Hochschule rund 4,2 Millionen Euro an Beiträgen. 60 Prozent der Mittel werden von den Fachbereichen eigenständig verteilt. Damit soll sichergestellt werden, dass ein Großteil des Geldes auch unmittelbar dort verwendet wird, wo die Beitragszahler konkret studieren.
Die restlichen 40 Prozent werden nach einem Antragsverfahren von einer hochschulinternen Kommission für hochschulübergreifende Projekte vergeben. Ihr gehören fünf Studierende und fünf Präsidiumsmitglieder an. Bei einer Pattsituation entscheidet das Präsidium. „Das kommt bei uns nicht vor“, berichtet der Student Daniel Richter, der Mitglied der Kommission ist und in Elsfleth studiert. „Unser Präsident überstimmt die Studenten nicht. Er sucht stattdessen sofort das Gespräch, um einen Kompromiss zu erreichen – was bisher gut funktioniert hat.“
Einrichtungen wie etwa das 3D-Messlabor, das Labor für virtuelle Welten, hochmoderne Rechnerarbeitsplätze oder auch ein Veranstaltungsraum mit kleiner Bühne und Forschungsprojekte im Bereich Assistiver Technologie mit Robotern würde es ohne Studienbeiträge nicht geben.
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