Oldenburg - Der Umwelt helfen und gleichzeitig abstimmen das geht mit sogenannten Ballot Bins. Zwei dieser knallgelben Aschenbecher der besonderen Art hängen bereits an Laternenpfählen am Campus Haarentor der Universität Oldenburg – bald sollen auf dem Campus Wechloy weitere dazukommen. Je nachdem in welche der beiden Kammern Raucher ihre Kippe werfen, entscheiden sie sich für eine mehr oder weniger ernst gemeinte Antwortmöglichkeit.

Zum Beginn des Sommersemesters stand „Vorsatz zum Semesterstart: 8 Uhr Vorlesung“ zur Abstimmung. Wenig später war bereits abzulesen, was die Oldenburger Studierenden davon halten: Antwortmöglichkeit zwei „Ist wohl ein Aprilscherz“ lag deutlich vor „Diesmal gehe ich wirklich hin!!!“.

„Wir denken, dass die Bins dazu beitragen werden, dass künftig weniger Kippen auf dem Campus herumliegen“, sagt Mitinitiatorin Maria Pinsker. Sie studiert den Masterstudiengang Sustainable Economics and Management und ist seit über einem Jahr als Ploggerin aktiv – sammelt also bei ihren regelmäßigen Joggingtouren herumliegenden Müll auf. „Dabei ist meinen Freunden und mir aufgefallen, wie viele Zigarettenkippen achtlos auf den Boden geschmissen werden“, sagt Pinsker. Die Filter bestehen ihrer Recherche nach aus Kunststoff und giftigen Inhaltsstoffen wie Blei, Kadmium und Arsen, die sich letztlich in Boden, Grundwasser und der Nahrungskette anreichern.

Zusammen mit Julia Laux, Maren Harberts, Maximilian Fröhlich, Marina Kemper und Nele Feldkamp hat sie dem Präsidium der Uni die Ballot Bin-Idee vorgestellt – mit Erfolg. In den kommenden Wochen können die Oldenburger über Fragen abstimmen wie: Veggie oder Classic? Poly oder Umbaubar? Werder oder HSV? Die Ergebnisse können auf Instagram verfolgt werden. Das Ballot Bins-Team freut sich über weitere kreative Abstimmungsfragen unter oldenburg@sneep.info.