OLDENBURG - Rund 60 Studierende der Jade-Hochschule können ab dem Sommersemester ein Deutschlandstipendium erhalten, wenn es der Hochschule gelingt, 100 000 Euro aus der Wirtschaft einzuwerben, um weitere 100 000 Euro vom Bund zu erhalten. Die Studierenden würden bis zu 300 Euro monatlich erhalten. Das Deutschlandstipendium wird einkommensunabhängig vergeben und nicht auf das Bafög angerechnet. Studierende bewerben sich direkt bei ihrer Hochschule.
Das neue Stipendienprogramm fördert gezielt begabte und leistungsstarke Studierende. Es sollen dabei aber auch gesellschaftliches Engagement, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen oder besondere soziale, familiäre oder persönliche Umstände berücksichtigt werden. Dazu kann auch ein Migrationshintergrund zählen.
„Ich sehe in diesem Programm nicht zuletzt die große Chance, Studierende in die Region zu ziehen und sie hoffentlich davon zu überzeugen, nach Abschluss ihres Studiums der Region treu zu bleiben“, sagt Präsident Dr. Elmar Schreiber angesichts des demografischen Wandels.
Die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Professor Dr. Johanna Wanka betont: „Für unser Landesstipendium haben wir für das kommende Jahr bereits eine Million Euro fest im Haushalt verankert.“
Der Bund übernimmt den gesamten öffentlichen Finanzierungsanteil in Höhe von 150 Euro der mit 300 Euro monatlich dotierten Stipendien. Die andere Hälfte sollen die Hochschulen einwerben. Der Bund beteiligt sich zudem an den Kosten, die den Hochschulen beim Einwerben entstehen, mit einer Pauschale von sieben Prozent der privaten Stipendienmittel. Mit dem Deutschlandstipendium sollen in diesem Jahr bundesweit bis zu 10 000 Studierende gefördert werden. Die Zahl der auf jede Hochschule entfallenden Stipendien wird vom Bund festgesetzt.
