OLDENBURG - Das Oldenburger Rohrleitungsforum feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Prof. Joachim Lenz hatte die Veranstaltung 1987 aus der Taufe gehoben und ahnte damals nicht, wie prächtig sich seine Idee entwickeln würde.
Damals begrüßte der Ingenieur rund 100 Besucher. Heute sind es über 3000 Fachleute aus dem In- und Ausland, die das Rohrleitungsforum auf dem Campus der Jade-Hochschule besuchen. Dabei handelt es sich nach wie vor um eine einzigartige Veranstaltung bundesweit, auf der die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse vorgestellt werden und Firmen Neuentwicklungen auf einer parallel dazu stattfindenden Messe präsentieren.
Großes Interesse
Joachim Lenz hatte vor 25 Jahren eher an eine Ringvorlesung gedacht. Doch dann spürte er das große Interesse bei seinen Kollegen bundesweit. Das Rohrleitungsforum war geboren. 2003, als es sich bereits gut entwickelt und einen Namen weit über die Grenzen der Bundesrepublik erworben hatte und Joachim Lenz in den Ruhestand ging, übergab er das Zepter an seinen Kollegen Prof. Thomas Wegener, den heutigen Leiter des Instituts für Rohrleitungsbau Oldenburg (IRO).
Zum 25-jährigen Bestehen am 10. und 11. Februar in der Jade-Hochschule an der Ofener Straße 18 in Oldenburg steht die Frage im Mittelpunkt „Was wird sein in den nächsten 25 Jahren?“ „Wir werden keinen Festakt veranstalten, sondern uns wie gewohnt mit Inhalten befassen“, kündigt Wegener an.
Auf dem Rohrleitungsforum werden die Teilnehmer über mögliche Konsequenzen der sich verändernden Lebensbedingungen diskutieren. „Wird der Bau, die Unterhaltung, die Sanierung unserer Rohrleitungsnetze so weiter gehen wie bisher? Welche Bedürfnisse hat die Gesellschaft von morgen und übermorgen? Macht es Sinn, Systeme zu bauen mit prognostizierten Lebensdauern von über 100 Jahren vor dem Hintergrund sich immer rasanter wandelnder Rahmenbedingungen? Was wird sein mit unseren Leitungsnetzen für Gas, Wasser und Abwasser? Klimawandel, Bevölkerungsrückgang, diversifizierter Energiebezug und die Veränderung des Verbraucherverhaltens werden ihre Spuren hinterlassen?“, formuliert Wegener die entscheidenden Fragen.
Was machen wir also mit unseren vorhandenen Netzen? Werden wir Strom und Gas weiter trennen? „Es gibt bereits Überlegungen, sie in einem großen System miteinander zu verknüpfen“, verrät der Fachmann.
