OLDENBURG - Die lang gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig oder klimafreundlich gestaltet werden kann, bröckele, so Dr. Niko Paech vom Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Uni Oldenburg. Außerdem scheine ein auf ständige ökonomische Expansion getrimmtes System kein Garant für Stabilität und soziale Sicherheit zu sein. Darauf deuteten die derzeitige Eskalation an den Finanzmärkten und die Verknappung der Ressourcen hin, auf deren unbegrenzter Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte.
Die Bedingungen und Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie sollen in einer Ringvorlesung an der Uni ausgelotet werden. Die erste Veranstaltung bietet ein Diskussionsforum zum Thema „Philosophische Bemerkungen zur Postwachstumsökonomie“. Der Vortrag von Professor Dr. Reinhard Schulz von der Uni Oldenburg beginnt am Mittwoch, 29. April, um 18.15 Uhr (A 5 1-160).
