In jedem Video-Clip taucht ein roter Stuhl auf. Welche Bedeutung hat er?
SteinbornWir haben für jeden Fachbereich einen individuellen Film gedreht. Der rote Stuhl ist das gestalterische Merkmal, was alle Clips gemeinsam haben – er verbindet sie miteinander. Alle Fachbereiche sind ganz unterschiedlich und auf drei Studienorte verteilt, aber sie gehören doch alle zur Jade Hochschule. Bei der Farbe haben wir uns an den drei roten Kugeln aus dem Logo der Jade Hochschule orientiert.
Auf dem Stuhl nehmen Dekane Platz, die etwas über ihren Fachbereich erzählen. Wie lief das ab?
SteinbornIch habe mich vorher mit den Dekanen abgestimmt, welche Aspekte auf jeden Fall in den Clip sollen. Sie haben die Fragen vorab bekommen, aber Texte zum Auswendiglernen habe ich nicht verteilt. Einige wollten die Fragen vorher gar nicht haben, um möglichst spontan zu antworten.
Welche Vorgaben hatten Sie?
SteinbornDen Auftrag für die Video-Clips habe ich von der Presseabteilung bekommen. Sie durften höchstens dreieinhalb Minuten lang sein, weil die Aufmerksamkeit bei längeren Clips häufig nachlässt. Außerdem sollten die Dekane eigene inhaltliche Schwerpunkte setzen können.
Wie ist es, als Studentin Video-Clips über und für die eigene Hochschule zu drehen?
SteinbornEs ist toll, dass man die Verantwortung für einen realen Auftrag hat, aber trotzdem in dem etwas behüteteren Umfeld der Hochschule agiert. Es war auch sehr interessant, die anderen Fachbereiche der Hochschule und ihre Dekane kennenzulernen. Beim Drehen mit ihnen habe ich einiges über sicheres Auftreten gelernt. Manche waren vor der Kamera etwas nervös. Da war es auf einmal an mir, der Studentin, ihnen Sicherheit zu geben. Nicht zu vergessen die Möglichkeit, in dem Bereich Geld zu verdienen, in dem man arbeiten möchte. Das ist für mich natürlich angenehmer, als neben dem Studium irgendwo an der Kasse zu sitzen.
Was war Ihnen bei der Produktion der Clips besonders wichtig?
SteinbornIch wollte die unterschiedlichen Gefühle, die die verschiedenen Fachbereiche in mir geweckt haben, im Film rüberbringen. Jeder Clip sollte seinen eigenen Charakter haben. Deshalb habe ich zum Beispiel unterschiedliche Musik verwendet und den einen lockerer, einen anderen dynamischer geschnitten.
Außerdem sollten die Leute, die in den Clips zu Wort kommen, sich mit dem fertigen Produkt wohl fühlen. Und ich muss wirklich dahinter stehen können.
Sie haben mit Philipp Korting zusammengearbeitet. Wie haben sie sich die Arbeit geteilt?
SteinbornPhilipp ist an der Kamera fitter als ich. Er hat ein sehr gutes Auge für die richtigen Einstellungen. Geschnitten haben wir zusammen. Für die Interviews und die Organisation war ich zuständig.
Gab es witzige Situationen beim Drehen?
SteinbornJa. Eine haben wir sogar in den Video-Clip übernommen: Jeder Dekan sollte anders ins Bild kommen und auf dem roten Stuhl Platz nehmen. Einer von ihnen ist beim Hinsetzen mit dem Mikro, das an seinem Hosenbund befestigt war, gegen den Stuhl gestoßen. Es krachte, ich musste lachen, er schnitt eine Grimasse und meinte: „Das machen wir noch mal.“
