WILHELMSHAVEN - Wilhelmshavens Oberbürgermeister Eberhard Menzel (SPD) pocht darauf, dass die Planungen für ein Güterverkehrszentrum (GVZ) auf dem Hafengroden hinter dem künftigen Jade-Weser-Port zügig vorangetrieben werden.
Das GVZ müsse zeitgleich mit dem Containerhafen fertig werden, in dem im Herbst 2011 das erste Schiff abgefertigt werden soll. Andernfalls, so die Sorge, die der OB auch auf dem „Tag der Logistik“ (diese Zeitung berichtete) in der Fachhochschule in Wilhelmshaven zum Ausdruck gebracht hat, bestehe die Gefahr, dass sich die Verkehre andere Wege suchen, die später nur noch schwer zu verändern wären.
Vor diesem Hintergrund bekräftigte Menzel auch seine Position zur künftigen Nutzung der an den Hafengroden angrenzenden Flächen auf dem Voslapper Groden. Das Areal ist im Landesraumordnungsplan als „Vorranggebiet für hafenorientierte wirtschaftliche Anlagen“ ausgewiesen.
Diese Zielvorgabe wird derzeit durch die Ausweisung als „Natura 2000“- und EU-Vogelschutzgebiet überlagert. Nach Ansicht von Menzel müssen die Flächen so schnell wie möglich für gewerblich-industrielle Zwecke zur Verfügung stehen. Zumindest dann, wenn man davon ausgeht, dass die aktuelle Wirtschaftskrise in zwei Jahren überwunden sein wird.
Der OB warnte auf dem „Tag der Logistik“ davor, den Jade-Weser-Port lediglich als Umschlagplatz für ein- und auslaufende Containerschiffe zu betrachten. Maßgeblich für die Akzeptanz des Jahrhundertprojektes bei der Bevölkerung sei die mit dem Hafen in Verbindung stehende Wertschöpfung.
„Ich glaube, darauf ist der Hafen auch angewiesen“, so Oberbürgermeister Menzel. Von der Wertschöpfung vor Ort hänge ab, wieviele Arbeitsplätze im Umfeld des Hafens entstehen.
