WILHELMSHAVEN - Nach dem Klang-Projekt im vergangenen Jahr nun das Klima-Projekt: Studentinnen und Studenten der Kunst und der Naturwissenschaften der Universität Oldenburg und Künstlerinnen machen ab heute am Südstrand mit Objekten, Aktionen und Installationen auf mögliche Auswirkungen des Klimawandels und die Gefährdung des Wattenmeeres aufmerksam. Gegen Mittag beginnen sie damit, auf der Wiese im Bereich des Spielschiffes ihre vorbereiteten Arbeiten zu komplettieren, aufzubauen und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Interessierte können ihnen dabei über die Schulter schauen und bekommen bis zum Abschluss der Projekttage am kommenden Donnerstag manch Ungewöhnliches zu sehen. Zum Beispiel eine kleine Fashion-Show der ganz anderen Art, von der Kunststudentin und Mitwirkende Sarah Arends nur soviel verrät, dass die Kleider quasi aus dem Meer kommen.

Besucher können sich etwa einer Sound-Collage aus Schneckengehäusen nähern, bei einer Art Natur-Memory mitmachen, skurrile, dem Watt entsteigende Gestalten beobachten, dürfen sich von einem gedeckten Tisch zum Speisen einladen lassen oder hautnah an sich erleben, wie hoch den Menschen bei Sturmfluten das Wasser bis zum Halse stand.

Die 23 studentischen „Aktivisten“ neben den Künstlerinnen und Dozenten Edda Akkermann, Annechien Meier (sie verwirklicht eine Projektarbeit mit schwimmenden Inseln aus Naturmaterialien), Beate Eisfeld und Thomas Robbers haben den wissenschaftlichen Impuls beim ICBM-Terramare bekommen.

Weitere Kooperationspartner sind das Seminar für Kunst, Kunstgeschichte und Kunstpädagogik der Uni Oldenburg und das Wattenmeer-Besucherzentrum. Wattenmeerhaus-Leiterin Dr. Juliana Köhler und Edda Akkermann haben bereits vereinbart, ab Ende Januar 2012 die Reflektion der aktuellen Projekttage in Form einer Ausstellung und Video-Dokumentation den Besuchern des Nationalparkzentrums zu präsentieren.