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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Banter See: Gewässer mit guter Qualität

26.06.2012

WILHELMSHAVEN Stell dir vor, der Banter See lädt mit besten Empfehlungen guter Messwerte zum Bade und keiner geht hin. Was dem Gewässer vor der Haustür der Wilhelmshavener nutzt, schreckt sie auf der anderen Seite gleichzeitig ab: Ein sonnenarmer Sommer, dem ein ebenfalls unterkühltes Frühjahr vorausging, sorgte bislang für gute Wasserqualität aber auch für Gänsehaut bei denen, die sich in die Fluten stürzen wollten. 17 Grad sind nicht gerade Wohlfühltemperatur.

Die gute Nachricht also: Derzeit sieht nichts nach einem Badeverbot aus, wie es wegen dichter Blaualgenteppiche in vergangenen heißen Sommern verhängt werden musste. Betroffen waren davon nicht nur Badende, sondern sämtliche Freizeitaktivitäten auf dem Wasser, Hunde mussten beim Uferspaziergang angeleint werden.

EU-Richtlinie

Die Bewertung der allgemeinen Badewasserqualität wird seit dem vergangenen Jahr nach einer geänderten EU-Richtlinie vorgenommen. Sie löste eine seit 1976 geltende Richtlinie ab. Dort war ausschließlich die Belastung durch Fäkalien ermittelt worden. Zum einen gemessen am Vorkommen von Escherichia coli (Warmblüter-Fäkalien) als Indikator, außerdem die Menge an Intestinalen Enterokokken, die insbesondere in tierischen Fäkalien vorkommen.

Geänderte Werte

Bis 250 KBE („Koloniebildende Einheiten“) pro 100 Milliliter Wasser galt eine Gewässer als gut. In der neuen Verordnung ist dieser Wert für Küstengewässer bei E. coli so geblieben, liegt für Int. Enterokokken bei 100 KBE. Binnengewässer, also auch der Banter See, dürften laut EU-Vorgabe doppelt so hohe Werte aufweisen.

Das Bundesumweltamt hat dies als zu hoch kritisiert, es gebe keine wissenschaftliche Grundlage für eine solche Unterscheidung zwischen Küsten- und Binnengewässern.

Positiv sei allerdings, dass nunmehr auch Cyanobakterien/Algen in die Bewertung einfließen.

Wie auch immer: Was die Fäkalienwerte betrifft, ist der Banter See aktuell weit von allen Grenzwerten entfernt. Sichtprüfungen auf Verschmutzungen vor Ort ergaben ebenfalls keine Auffälligkeiten.

Prof. Dr. Jürgen Michele von der Jade Hochschule, treibende Kraft bei den Freistrahlanlagen, die das Wasser des See umwälzen, sieht deshalb den Banter See „auf einem guten Weg“.

Die Sichtweite sei so gut wie lange nicht mehr und die Nährstoffgehalte seien so niedrig, dass in naher Zukunft keine Algenblüten zu erwarten seien. Jürgen Michele: „Der Banter See ist mit seinem Badeparadies ,Klein Wangerooge‘ und den optimalen Bedingungen für Kanuten und Taucher zum Geheimtipp geworden.“

Phosphatgehalt

Prof. Dr. Gerd Liebezeit, Leiter der Abteilung Meereschemie am ICBM-Terramare, bestätigt, das zurzeit die Phosphatgehalte im See zurückgehen. Wöchentlich nimmt das ICBM Messungen vor. Cyanobakterien haben bei geringeren Phosphatgehalten weniger Nahrung. Niedrige Temperaturen und schwache Sonneneinstrahlung behindern sie zudem bei ihrer Photosynthesearbeit.

Allerdings: Mittelfristig geben bisherige Untersuchungsergebnisse keinen Hinweis auf eine zuverlässig weitere Algenblüten verhindernde Maßnahme, notiert das Gesundheitsamt.

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