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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Forschung: Beitrag zur Optimierung von Musiktherapie

24.12.2014

Oldenburg Was passiert, wenn ein Mensch beim Musikhören die Möglichkeit hat, sein individuelles Lieblingstempo festzulegen, es nach seinen eigenen Vorlieben auszurichten? Wissenschaftler vermuten: Wenn Hörer das bevorzugte musikalische Tempo selbst auswählen, so geschieht das nicht zufällig, sondern aufgrund individueller neuronaler Frequenzen im Motorkortex der Großhirnrinde. Diese Hypothese untersuchte Anna-Katharina Bauer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie der Universität Oldenburg, im Rahmen ihrer Masterarbeit. Die Ergebnisse ihrer Forschung, die von dem Psychologen Prof. Dr. Christoph Hermann und dem Musikwissenschaftler Prof. Dr. Gunter Kreutz betreut wurde, bestätigen die Annahme einer individuellen neuronalen Signatur für die Tempi-Vorlieben beim Musikhören. Bauers Forschungsergebnisse wurden jetzt im Aufsatz „Individual Musical Tempo Preference Correlates with EEG Beta Rhythm“ in der Zeitschrift „Psychophysiology“ veröffentlicht.

Die Forscher unterzogen erwachsene Musikhörer, allesamt Fans von Rockmusik, einem mehrstufigen Testverfahren: In einem ersten Schritt spielten sie den Probanden unbekannte Rockmusikausschnitte vor und ermittelten so deren persönlich bevorzugtes Musiktempo. Anschließend bestimmten sie in einem zweiten Experiment ohne Musikstimulation die individuellen Alpha-, Beta- und Gamma-Frequenzen der Gehirnströme der Probanden per Elektroenzephalographie (EEG). Dabei zeigte sich, dass die musikalische Tempopräferenz und die mittlere individuelle Beta-Frequenz in einem linearen Zusammenhang standen. „Das heißt, je größer die Vorliebe für schnelle Tempi, desto höher war die Aktivität der Beta-Hirnwellen der Probanden“, so Bauer.

Hermann und Kreutz sind sich sicher: Bauers Studie eröffnet ein neues Forschungsparadigma über die neuronalen Grundlagen individueller Zeitempfindung. Zudem könne ihre Forschung dazu beitragen, musiktherapeutische Interventionen beispielsweise bei Parkinson-Erkrankten oder Schlaganfallpatienten zu optimieren, so die Wissenschaftler.


  ⓘ   www.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/psyp.12375/abstract 

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