• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Dem Watt Geheimnisse entlockt

22.05.2009

DELMENHORST Mit mathematischen Modellen wird es künftig möglich sein, den Umfang von Erosionen an den Westkappen der Ostfriesischen Inseln bei steigendem Meeresspiegel und damit einhergehenden höheren Sturmfluten vorherzusagen und damit auch die Gefährdung der Inselränder abzuschätzen. Das erklärte der Direktor des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Jürgen Rullkötter, am Mittwoch im Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) Delmenhorst. Dort wurden bei der Abschlusstagung der Forschergruppe „BioGeoChemie des Watts“ die wichtigsten Ergebnisse des Projekts präsentiert, an dem etwa 100 Wissenschaftler beteiligt waren.

Gemeinsam und fachübergreifend fanden die Biologen, Geochemiker, Geologen, Physiker und Mathematiker der Forschergruppe heraus, welche physikalischen Prozesse das Wattenmeer gestalten und wie wichtig für das Ökosystem auch die Mikroorganismen sind. Gerade die Einzeller lehrten die Wissenschaftler das Staunen. „Die Bakterien vollbringen bei der Umwandlung von Biomasse eine enorme Leistung“, stellt Rullkötter fest. Weiteres Ergebnis: Es scheint, dass das Watt durch Zunahme der Strömung sandiger wird und an Schlick verarmt.

An Messdaten kommen die Wissenschaftler u.a. mit Hilfe einer unbemannten Station im Rückseitenwatt der Insel Spiekeroog. Physikalische und chemische Werte wie Windrichtung und -geschwindigkeit, Wasserströmungsgeschwindigkeit und -temperatur, Salzgehalt, Nährstoffe, Schwebeteilchen-Dichte und Stoffwechselprodukte-Konzentration werden von ihr geliefert. In den kommenden Jahren sollen noch weitere Stationen installiert werden. Welche Folgen die Einschleppung von Arten aus anderen Erdteilen hat – zum Beispiel im Ballastwasser der Seeschiffe –, ist ebenfalls Thema bei den DFG-Forschern. Eine neue Arbeitsgruppe will auch hierzu eine mathematische Modellierung entwickeln.

Für das Hanse-Wissenschaftskolleg findet Rullkötter lobende Worte: „Das HWK ist ein idealer Ort, um sich mit Koryphäen aus aller Welt zu treffen und Ideen zu generieren.“

Diese Ufer sind vom Meeresspiegelanstieg betroffen.

Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
Rufen Sie mich an:
04221 9988 3
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.