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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Deutschlandweit einzigartige Verbindung

04.01.2017

Oldenburg Die Verbindung von systemischer und tiefenpsychologischer Theorie und Praxis ist eine Besonderheit der Ausbildungsprogramme für Therapie, Beratung und Konfliktlösung am Center für Lebenslanges Lernen (C3L) der Universität Oldenburg. „Diese Kombination bietet keine andere Hochschule in Deutschland an“, meinen Anja Kruse und Astrid Beermann-Kassner, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der staatlichen Ausbildung Psychotherapie und der Kontaktstudiengänge Supervision, Coaching und Mediation. Privatdozent Dr. Joseph Rieforth, wissenschaftlicher Leiter, ergänzt: „Viele Studierende kommen gerade deshalb nach Oldenburg, um hier eine postgraduale wissenschaftliche Weiterbildung zu absolvieren. Denn systemische und tiefenpsychologische Ansätze ergänzen sich sehr gut.“

So befasst sich die Tiefenpsychologie mit den psychischen Vorgängen im Inneren des Menschen. Im Fokus steht dabei die Suche nach unverarbeiteten Ereignissen in der Biografie des Einzelnen, die erklären, auf welcher Grundlage eine Person aktuell fühlt und handelt. Denn der tiefenpsychologische Ansatz geht davon aus, dass unser Erleben und Verhalten stark vom Unterbewusstsein mit beeinflusst wird.

Im systemischen Modell wiederum stehen die Wechselwirkungen zwischen dem Einzelnen, seinen Mitmenschen und seiner sozialen Umwelt im Fokus. „Ein systemischer Therapeut und Berater lernt, über die spezielle Analyse des Systems zu erkennen, wie das eigentliche Problem zu betrachten ist “, erläutert Rieforth an einem Beispiel: „In einem Team treten in letzter Zeit vermehrt Probleme auf. Der Chef hat den Eindruck, dass ein bestimmter Mitarbeiter die Ursache des Problems ist und nimmt ihn aus der Gruppe. Tatsächlich spitzt sich die Situation aber weiter zu, weil der Konflikt in der Zusammenarbeit des Teams liegt und nicht in einer einzelnen Person. Mittlerweile etablieren daher immer mehr Unternehmen bei der Konfliktbewältigung systemische Mediationsverfahren, um sowohl die personalen, als auch die interpersonellen Aspekte zu berücksichtigen. Dies hat nicht nur positive psychische Aspekte für die Betroffenen zur Folge, sondern spart in vielen Fällen auch Geld“, so Rieforth weiter.

Die berufsbegleitenden Weiterbildungen böten aussichtsreiche Abschlüsse: Die Ausbildung „Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie“ ermöglicht die Approbation mit Kassenzulassung in eigener Praxis, die Abschlüsse der Kontaktstudiengänge bieten Mehrfachzertifizierungen durch die Universität und die führenden Berufs- und Fachverbände.

Die konkrete Behandlung von Patienten sowie Beratung von Klienten sind Praxisbestandteile aller Weiterbildungen und Kennzeichnen eines hohen Wissenschafts-Praxis-Transfers aller Angebote.

„Die Therapeuten in Ausbildung verfügen alle über einen Master oder ein Diplom in Psychologie oder Pädagogik. Im Laufe der Ausbildung behandeln sie selbst – natürlich immer unter Supervision“, erläutert Kruse. In der Hochschulambulanz werden mittlerweile jährlich 150 bis 200 Patienten im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung behandelt.

„Die Praxis- und Wissenschaftsnähe zeigt sich insbesondere auch durch die Kompetenz der Lehrenden, die selbst in den Berufsfeldern tätig sind, in denen sie ausbilden und zugleich wissenschaftlich und didaktisch versiert sind“, so Beermann-Kassner.

Durch eine kontinuierliche Reihe mit fachöffentlichen Vorträgen und Workshops namhafter Referenten aus dem In- und Ausland fördern Rieforth und seine Mitarbeiter auch den regionalen Austausch. „Denn davon profitieren sowohl Wissenschaftler als auch Praktiker gleichermaßen“, so Rieforth.

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