• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
+++ Eilmeldung +++

Corona-Liveblog für den Nordwesten
Teil-Lockdown wird bis Mitte Januar verlängert

NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Meinungsaustausch: „Die Augen müssen wieder glühen“

10.12.2014

Oldenburg „An der Universität Oldenburg wird ein interdisziplinärer Charakter gelebt, den man sonst nur aus Sonntagsreden kennt. Der immer beschworen, aber nur selten gelebt wird“, sagte Prof. Dr. Niko Paech bei einem Meinungsaustausch anlässlich des 40. Geburtstags der Universität Oldenburg. An dem Gespräch darüber, was die Uni ausmacht und wie Bildung in Zukunft aussehen muss nahmen außerdem Prof. Dr. Katharina Al-Shamery, kommissarische Präsidentin, die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Sabine Doering und der Hörforscher Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier teil.

Alleinstellungsmerkmal

Auch die Chemikerin Al-Shamery schätzt die fächerübergreifende Diskussionskultur an der Uni Oldenburg: „Sie macht die Universität besonders. Und sie ist wohl auch der Grund, warum viele Kolleginnen und Kollegen gerne bleiben, auch wenn sie hochkarätige Rufe auf Professuren an anderen Hochschulen erhalten.“

Problematisch findet Doering hingegen, dass der Wert von Forschung in der Gesellschaft vor allem anhand der eingeworbenen Drittmittel bemessen wird. Je mehr zusätzliches Geld für ein Projekt eingeworben wird, desto mehr sei es wert – weitgehend unabhängig vom Nutzen für die Gesellschaft.

Auch der Wachstumskritiker Paech sagte, dass im Mittelpunkt stehen sollte, was ein Projekt der Gesellschaft bringt. Er beobachtet eine gewisse Entfremdung zwischen Universitäten und der Gesellschaft und vergleicht die Unis mit der Cocktailbar auf der Titanic: Dort überlegt der Barkeeper wie er Cocktails optimieren kann, während das Schiff schon in Schräglage ist.

Ein Beispiel: „Aus der Finanzkrise 2008 wurden keine Konsequenzen gezogen. Wo bleiben die ökonomischen Alternativentwürfe? Wir müssten mehr darüber reflektieren, was an Veränderungen anstünde, um eine Gesellschaft krisensicherer zu machen“, so Paech.

Visionen entwickeln

Die Universität ist für Al-Shamery zudem nicht nur eine Forschungsstätte: „Die Persönlichkeitsbildung junger Menschen muss eine ganz große Rolle spielen. In der Wirklichkeit hecheln die Studierenden von einer Prüfung zur nächsten. Die Frage muss sein: Wie können wir die Universität weiterentwickeln, so dass man später Verantwortung übernehmen kann, dass man lernt, verknüpfend und strategisch zu denken und in der Lage ist, Visionen zu entwickeln? Auch und gerade Visionen für die Zukunft unserer Gesellschaft. Wir müssen also gegensteuern und ganz neu reflektieren, was Universität ist. Und hier kann die Universität Oldenburg einen wichtigen Beitrag leisten.“

Visionen entwickeln sich leichter, wenn das Querdenken erlaubt ist, und dafür sei die Uni Oldenburg ein guter Ort findet Kollmeier: „Zugute kommt uns allen dabei, dass diese Uni keine altstrukturierte und ehrwürdige ist, sondern eben sehr dynamisch ist und man sich gut in nicht-klassischen Bereichen finden kann – und da ist gerade das Querdenken eine Stärke.“

Begeisterung für ein Fachgebiet ist ebenfalls eine Voraussetzung, um Vision zu entwickeln. „Heute spüre ich die Begeisterung für ein Fach bei Studierenden immer weniger“, bedauert Al-Shamery. „Die Augen müssen wieder glühen – und man soll an die Universität Oldenburg kommen, weil man Erkenntnisse gewinnen will. Dafür muss die universitäre Bildung wieder in die Diskussion kommen, und wir können hier mit anderen Universitäten die Speerspitze zu diesem Thema bilden.

Das Gespräch ist in voller Länge in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Einblicke“ der Uni Oldenburg abgedruckt. Es ist als Download erhältlich oder als Printversion lieferbar. Mehr Informationen: www.uni-oldenburg.de/presse

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.