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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Die Digitalisierung als Herausforderung

22.03.2017

Oldenburg /Wilhelmshaven Die Digitalisierung der Hochschulen bietet große Chancen. Allerdings bremsen unzureichende Rahmenbedingungen, unter anderem in rechtlicher und finanzieller Hinsicht, den erforderlichen Wandel. Zu diesem Ergebnis kommt das Hochschulforum Digitalisierung in seinem Abschlussbericht. Als eine Herausforderung sehen auch Isabel Müskens, Leiterin des Referats Studium und Lehre an der Universität Oldenburg, und Prof. Dr. Uwe Weithöner, Vizepräsident der Jade-Hochschule für IT- und Mediensysteme sowie Internationales, die Digitalisierung der Hochschullehre.

Beide Hochschulen haben diese Herausforderung angenommen. „Wir beschäftigen uns seit Mitte der 1990er Jahre intensiv mit E-Learning. Dabei steht aber immer der Nutzen für die Lernenden im Vordergrund – nicht das technisch Machbare“, sagt Müskens.

Breites Angebot

Das Angebot reicht von Skripten zu Veranstaltungen, die online gestellt werden, über Simulationen, etwa von Operationen in der Medizin, bis hin zu so genannten Inverted Classrooms. Dabei wird das Grundwissen über eine Online-Vorlesung bereitgestellt, während die Präsenzzeit an der Hochschule genutzt wird, um Themen zu diskutieren oder vertiefende Fragen zu beantworten. „Große Formate wie Inverted Classrooms zu erstellen, kostet natürlich Geld. Um sie entwickeln zu können, sind wir auf projektbezogene Fördergelder, zum Beispiel vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), angewiesen. Das hat bisher ziemlich gut funktioniert“, so Müskens.

„Ob und wie viel eine Hochschule in die Digitalisierung der Lehre investiert, ist eine strategische Entscheidung“, erklärt Weithöner. „Wir befinden uns in Wilhelmshaven in der Randlage einer Flächenregion. Auch deshalb bieten wir seit mehr als zehn Jahren den Online-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an.“ Mittlerweile sind drei weitere Online-Studiengänge hinzugekommen, zwei sind im Entstehen. Mit Erfolg: In Wilhelmshaven sind circa 800 Studierende in Online-Studiengängen eingeschrieben – das entspricht knapp 20 Prozent der Studierenden dort.

Finanziert hat die Jade-Hochschule die Konzeption der Studiengänge zum Teil mit befristeten Mitteln aus dem Hochschulpakt 2020. „Diese Förderung wurde jetzt über das Fachhochschulentwicklungsprogramm verstetigt. Sie ist also langfristig gesichert“, sagt Weithöner.

Datenschutz wichtig

Datenschutz ist ein weiteres großes Thema in Zusammenhang mit der Digitalisierung. „Wir dürfen zum Beispiel keine Bewegungsprofile unserer Studierenden im Netz erstellen, also nicht speichern, wie lange sie an welchem Text gearbeitet haben“, erläutert Weithöner. „Dass dies nicht möglich ist, wird bereits in der Lernplattform festgelegt und von spezialisierten Juristen geprüft.“

Urheberrechtsfragen stehen ebenfalls oben auf der Agenda. In diesem Zusammenhang kommen Müskens und Weithöner sofort auf eine aktuelle Debatte: Bisher zahlen Hochschulen eine Pauschale für die Verwendung von Materialien an die Verwertungsgesellschaft (VG)- Wort. Die VG-Wort leitet diese anteilig an die Urheber weiter, die von ihr vertreten werden. Jetzt fordert die VG-Wort jedoch eine Einzelerfassung.

„Eine Analyse der Uni Osnabrück zeigt, dass die Hochschulen das nicht leisten können. Dafür müssten extra Mitarbeiter eingestellt werden“, sagt Weithöner. „Die Folge wäre, dass weniger Materialien zum Download bereitgestellt würden. Das wäre ein Rückschritt, den wir nicht wollen.“ Auf einen Referentenentwurf zum Urheberrecht verweist Müskens. Dieser sieht vor, dass ein bestimmter Teil eines Schriftstücks kostenfrei genutzt werden darf. „Diese Regelung wäre sehr dienlich für die Hochschulen“, findet Müskens.

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