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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Technik: Erfolg mit Transportmittel der Zukunft

21.06.2017

Oldenburg /Emden Mit enormem Enthusiasmus, Engagement und natürlich fachlichem Wissen hat es das HyperpodX-Team in die Endrunde des Hyperloop-Wettbewerbs geschafft. 46 Studierende des internationalen Studiengangs Engineering Physics, den die Universität Oldenburg zusammen mit der Hochschule Emden/Leer anbietet, bilden die Mannschaft. Sie kommen aus 13 Nationen.

„Schon das Erreichen des Finales ist ein toller Erfolg. Bei der ersten Auflage des Wettbewerbs im vergangenen Jahr hatten sich mehr als 700 Teams beworben. 25 davon durften ihr Konzept in Kalifornien präsentieren – auch wir waren mit einer kleineren Mannschaft dabei. Diesmal dürfte die Teilnehmerzahl gegen Tausend gehen und wir sind unter den besten 24“, sagt Prof. Dr. Walter Neu von der Hochschule Emden/Leer.

Idee technisch machbar

Worum geht es bei dem Wettbewerb eigentlich? Ziel ist, eine selbst konstruierte Transportkapsel, einen sogenannten Pod, möglichst schnell über die kalifornische Hyperloop-Teststrecke zu schicken. Hyperloop, eine Art Zug in einer Röhre, ist ursprünglich eine Idee des SpaceX-Gründers und Tesla-Chefs Elon Musk. Dank Schwebetechnik und geringem Luftwiderstand könnte das System künftig Passagiere mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1200 Kilometern pro Stunde befördern.

„Das wäre eine energiesparende und komfortable Alternative zu Kurzstreckenflügen“, erklärt Student Lukas Eschment vom HyperpodX-Team. „Denn um unseren Pod auf 420 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen, wird Energie im Wert von nur 30 Cent benötigt. Außerdem entfällt das Einchecken – und Turbulenzen wie bei Flügen gibt es im Pod ebenfalls nicht.“

Bei dem Wettbewerb geht es darum zu zeigen, dass die Idee technisch umsetzbar ist. Passagiere müssen die Pods der Studierenden nicht transportieren können.

Eine große Herausforderung ist der Zeitdruck. Die Studierenden hatten etwa sechs Monate, um ein Konzept auszuarbeiten. Jetzt laufen die weiteren fünf Monate für den Bau des Pods. Viel Zeit zum Schlafen bleibt da nicht. „Mitten in der Nacht E-Mails zu schreiben, ist ziemlich normal“, sagt Eschment. „Einmal kam zum Beispiel um ein Uhr eine Mail mit mehreren Fragen von Walter Neu. Schnell war klar, wer welchen Punkt bearbeitete. Zwischen drei und vier Uhr gingen die Antwortmails raus und fünf Minuten nach der letzten schrieb Walter Neu: Danke, folks.“

Doch nicht nur die Menge an Arbeit auch die bekanntermaßen eher langsamen Mühlen der Verwaltung fordern die Studierenden. Denn sie müssen sich auch um die Finanzierung des Projektes kümmern. „Die Hochschule Emden/Leer, die Uni Oldenburg und das Gründer- und Innovationszentrum unterstützen das Team finanziell in erheblichem Umfang. Um auch schnell auf das Geld zugreifen zu können, sind einige verwaltungstechnische Anstrengungen nötig“, berichtet Neu.

Jetzt steht die eigentliche Konstruktion im Fokus. Denn die Anforderungen bei SpaceX sind hoch. „In der ersten Auflage des Wettbewerbs durften nur drei der 25 Finalistenpods tatsächlich auf die Teststrecke“, sagt Neu. „Erst müssen die Mannschaften nachweisen, dass ihr Pod auch bei Problemen, wie etwa einem Stromausfall, sicher bleibt, ohne die 1,6 Kilometer lange Teströhre zu beschädigen.“

Systemausfall simuliert

„Viele der Tests, die in Kalifornien zu absolvieren sind, werden wir unseren Pod schon vorab durchlaufen lassen“, so Eschment. So haben die Studierenden bereits getestet, wie sich die Magneten bei der Beschleunigung auf 72 Kilometer pro Stunde verhalten. „Da die Labore für eine lineare Teststrecke nicht groß genug sind, haben die Studierenden sich für eine Rotationsbewegung entschieden. Dazu wurden die Magneten auf der Scheibe einer Hochgeschwindigkeitsfräse in einer der Hochschulwerkstätten befestigt“, führt Neu aus.

„Außerdem konnte uns Prof. Ing.-Dr. Thomas Schüning, der zweite Teamsupervisor, die zur Zeit leerstehende Halle einer Werft im Emder Hafen verfügbar machen, um den fertigen Pod zu testen. Lässt er sich beschleunigen und abbremsen? Wie verhält er sich bei simulierten Systemausfällen?“, ergänzt Eschment. „Damit sind wir für die Endrunde im August bestens vorbereitet.“


     de.hyperpodx.com 

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