• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Erstes Projekt über Artenvielfalt an Land und im Meer

11.12.2013

Oldenburg Die Artenvielfalt im Meer und an Land verändert sich im Rahmen des globalen Wandels schneller als je zuvor in der Geschichte der Erde. Während menschliche Eingriffe wie Überdüngung oder Landnutzung die Artenvielfalt vielfach reduzieren, wandern neue Arten aus fernen Regionen ein oder werden eingeführt. Die potenziellen Konsequenzen dieses Biodiversitätswandels für Ökosysteme sind ein Kernthema der aktuellen Forschung, wurden bisher aber getrennt im Meer und an Land untersucht. Das Verbundprojekt „Biodiversity effects on ecosystem functioning across marine and terrestrial ecosystems“ (BEFmate) der Universitäten Oldenburg und Göttingen will diese Lücke schließen. Das Forschungsprojekt wird auf Vorschlag der Landesregierung mit drei Millionen Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der Volkswagenstiftung gefördert. Die Mittel fließen jeweils zur Hälfte an die beiden Unis.

„Dieses Projekt ist weltweit einzigartig“, so Prof. Dr. Helmut Hillebrand, der das Projekt auf Oldenburger Seite koordiniert. „Zum ersten Mal arbeiten marine und terrestrische Ökologen und Biologen an einem Verbundprojekt zur Biodiversität mit gemeinsamen Fragestellungen und Herangehensweisen.“

Dabei werden im ersten Projektbereich die vorhandenen Informationen aus den bisher an beiden Universitäten durchgeführten Forschungsprojekten zum Thema Biodiversität zusammengetragen und gemeinsam analysiert. „Diese Art der quantitativen Synthese hat sich in der Ökologie zu einem wichtigen wissenschaftlichen Werkzeug entwickelt“, erklärt Hillebrand.

Im zweiten Bereich werden die Modellierer beider Standorte Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen marinen und terrestrischen Modellen erfassen, um daraus Theorien zum Biodiversitätswandel und seine Konsequenzen für Ökosysteme zu entwickeln.

Im dritten Projektbereich stehen experimentelle Untersuchungen im Vordergrund. Ein erstes sichtbares Zeichen des neuen Projekts ist bereits im Gelände vorhanden: Vor der ostfriesischen Insel Spiekeroog wurde eine künstliche kleine Insel von 18 Quadratmetern im Watt geschaffen, auf der die Forscher die Besiedlung durch Organismen, die sich dabei entwickelnde Artenvielfalt und die damit entstehenden Energie- und Materieflüsse untersuchen wollen. „Die jetzt aufgebaute Insel ist ein Prototyp, der die technische Durchführbarkeit überprüft. Wir wollen zwölf solcher Inseln aufbauen“, so Hillebrand.

Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Weitere Nachrichten:

Uni

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.