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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Städtische Galerie: Frontalunterricht war einmal

12.12.2013

Delmenhorst Wenn ich vor einem Bild, einer Installation oder einer Skulptur stehe und mich ganz unehrfürchtig frage „Was soll das?“, ist dann mein geistiger Horizont zu eng? Oder habe ich das Recht, bestimmte Werke einfach „blöd“ zu finden? Fragen, mit denen ich Marita Landgraf konfrontiere. Doch die lässt sich nicht provozieren. „Wenn man junge Leute für Kunst gewinnen will, dann muss man Themen und Herangehensweisen zeigen, die aus unserer Zeit stammen“, sagt die 32-Jährige. Kunstvermittlung, sagt sie, sei kein Frontalunterricht für Banausen und Zurückgebliebene, das sei vielleicht früher einmal so gewesen. Heute sei das anders: „Vermittler geben Ideen und Hintergrundwissen an die Hand“. Sie muss es wissen, sie hat Kunstvermittlung studiert. Seit gut einem Jahr leitet Landgraf die junge Kunstinitiative „Copartikel“ an der Städtischen Galerie.

„Copartikel“ – das ist eine Gruppe vorwiegend junger Leute, die vor gut zwei Jahren von Galerieleiterin Annett Reckert ins Leben gerufen wurde. Zunächst stand „Copartikel“ unter der Leitung des Bremer Malers Piotr Rambowski, bis Marita Landgraf das Ruder übernahm. Zum harten Kern zählen vier, fünf Personen. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen – Workshops mit geladenen Referenten, Previews mit Künstlern, Filmabende, die Reihe „Traumberufe“, in denen Kreative ihren Werdegang beschreiben – kommen meist noch weitere dazu. „Ich will junge Leute reinholen, die selbstständig mit ihren eigenen Ideen kommen“, sagt die gelernte Goldschmiedin und ehemalige Bremer Master-Studentin. Zu mancher Veranstaltung stoßen auch Ältere dazu, das ist für Landgraf in Ordnung: „Wir sind da ganz offen und verbinden Generationen miteinander.“

Die gebürtige Hallenserin findet, dass „Copartikel“ in den letzten Monaten eine gute Entwicklung genommen hat. „Es ist sehr viel sichtbar geworden“, sagt sie. Beispielhaft verweist sie auf den „Projektraum Delmenhorst“ in der Bremer Lloyd-Passsage begleitend zur Ina-Weber-Ausstellung sowie die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium an der Willms­straße zu Delmenhorster Malern aus der NS-Zeit, die in einer Präsentation zur Langen Nacht der Jugend ihren Höhepunkt fand. Landgraf: „Man schafft ein anderes künstlerisches Verständnis.“

Durch ihr Studium und ihre Halbtagstätigkeit im Künstlerhaus Bremen ist die junge Frau gut vernetzt in der Bremer Künstlerszene. „Da ist sehr viel Leben drin“, erzählt sie. Wovon sie ein bisschen nach Delmenhorst holen will. Wer ihr dabei durch Mitarbeit bei „Copartikel“ helfen will, kann Marita Landgraf jeweils mittwochs von 15 bis 17 Uhr im Haus Coburg kontaktieren.


Kontaktaufnahme online unter   www.copartikel.de/werde_ein_teil.htm 

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Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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