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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Max-Planck-Forschergruppe legt los

26.11.2008

OLDENBURG Neue Forschungsgruppe: Seit September ist Oldenburg offizieller Standort einer Max-Planck-Forschungsgruppe, die sich mit der Untersuchung des globalen Kohlenstoffkreislaufs beschäftigt. Leiter des insgesamt sechsköpfigen Forscherteams am Oldenburger Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Carl von Ossietzky Universität ist Dr. Thorsten Dittmar.

Der Meereschemiker war zuletzt fünf Jahre an der Florida State University in Tallahassee als Assistent Professor für Ozeanographie beschäftigt. „In den USA hat es mir sehr gut gefallen, doch hier in Oldenburg wurden mir, vor allem in der Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut Marine Mikrobiologie, einzigartige Forschungsmöglichkeiten geboten“, sagt Dittmar. Außerdem habe den Hochschullehrer besonders gereizt, in einer Gruppe mit jungen Forschern arbeiten zu können. Neben ihm werden voraussichtlich noch fünf weitere, junge Nachwuchsforscher an dem Projekt arbeiten. Eine Technikerstelle wurde bereits besetzt, die weiteren vier Stellen sind international ausgeschrieben. „Wir haben schon jetzt Bewerbungen aus ganz Deutschland, den USA und weiteren Ländern“, erläutert Dittmar die Tragweite des Projekts und spricht damit auch die Möglichkeiten für den Standort Oldenburg an. Die Uni besitzt durch diese Forschergruppe die Chance, ihren international guten Ruf in der

Meeresforschung auszubauen.

Ziel der Forscher ist es, einen Beitrag zur Erforschung des Kohlenstoffkreislaufs zu leisten. „Wir spezialisieren uns auf den im Meer vorhandenen Kohlenstoff und wollen der Frage nachgehen, wie sich dieser auf die Atmosphäre auswirkt“, erklärt Dittmar. Kohlenstoff ist vor allem als Verbindung mit Sauerstoff, dem Kohlenstoffdioxid (CO2), im Zuge der Klimaerwärmung in aller Munde. Bei Diskussionen um den Schadstoffausstoß von Kraftwerken und Autos wird Kohlenstoffdioxid als eines der gefährlichen Treibhausgase genannt. „Wir betreiben Grundlagenforschung, damit der Kohlenstoffkreislauf besser verstanden werden kann.“

Finanziert wird das vorerst auf fünf Jahre ausgerichtete Projekt vom Land Niedersachsen, dem Max-Planck-Institut Bremen sowie der Universität Oldenburg. Langfristig möchte Dittmar die Forschergruppe auf 10 bis 15 Mitarbeiter erweitern. Es sollen dann auch Studierende mitwirken, die ihren Abschluss in Oldenburg machen.

„Das Ziel ist es, auch Bachelor- und Masterstudierende in die Arbeit zu integrieren“, sagt Dittmar. Derzeit sind die Wissenschaftler aber noch dabei, die Labore einzurichten. Dafür schafft das ICBM ein fast zwei Millionen teures Analysegerät an. Dieses Ionenzyklotronresonanz-Massenspektrometer höchster Leistungsklasse fehlt bisher in der europäischen Forschungslandschaft. Oldenburg nimmt damit eine Vorreiterrolle ein.

In fünf Jahren gibt es dann eine Evaluation, nach der entschieden wird, ob die Gruppe weitere Mittel zugesprochen bekommt. „Das ist ein sehr fairer Prozess, und wir werden alles dafür tun, um gute Arbeit zu leisten“, verspricht Dittmar.

gelöste organische Material im Meerwasser konzentrieren, dessen Rolle im Kohlenstoffkreislauf der Erde trotz intensiver Forschungsbemühungen noch weitgehend unklar ist. Im Einzelnen geht es dabei um Entstehung, chemische Struktur und mögliche Zersetzung des Materials, das offenbar aus Überresten von Algen, Landpflanzen und Erdölkomponenten besteht, die aus undichten Lagerstätten unter dem Ozeanboden in das Meerwasser gelangt sind. Es verbleibt offensichtlich Hunderte bis Tausende von Jahren im Meer und wird ständig umgewandelt. Wie das genau geschieht, ist bislang ungeklärt.

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