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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Neue Werkzeuge für Problemlösungen

28.03.2012

OLDENBURG Ein höheres Sturmflutrisiko, verschlickte Häfen und Kanäle und ein geringerer ökologischer Wert – das ist die heutige Situation im Ems-Dollart. Der Grund: In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Umweltbedingungen in dem Gebiet deutlich verschlechtert, so sind beispielsweise Schwebstofffracht und Tidenhub gestiegen. Ein neues deutsch-niederländisches Forschungsprojekt soll nun das Wissen über den Ems-Dollart wesentlich erweitern und neue Werkzeuge für die Lösung praktischer Probleme entwickeln. „Einflüsse des Klimawandels und von Eingriffen des Menschen auf die Hydrodynamik und die Umweltbedingungen im Ems-Dollart Ästuar: ein integrierter Ansatz der Daten-Modellierung“, kurz: „Future-Ems“, nennen die Wissenschaftler ihr multidisziplinäres Forschungsprojekt. Beteiligt sind Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen wie Ozeanographie, Mathematik, Geologie und Biologie.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Niederländische Organisation für wissenschaftliche Untersuchungen/Forschung (NWO) fördern es vier Jahre lang mit 500 000 Euro. Koordiniert wird das Projekt von Prof. Dr. Emil Stanev vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) und Dr. Thomas Badewien vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) an der Universität Oldenburg.

Die Ems-Dollart-Mündung ist für die benachbarten Regionen in den Niederlanden und in Deutschland von großer ökologischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Ziel des „Future-Ems”-Projekts ist ein Computermodell, das das Verhalten der Ems im Detail simulieren kann. „Das Modell soll die Grundlage für Gespräche zwischen Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern bilden – etwa darüber, wie geeignete, günstige und umweltfreundliche Maßnahmen ergriffen werden können, um den ökologischen Wert des Systems zu verbessern und gleichzeitig die wichtige wirtschaftliche Rolle für die Region zu erhalten“, erklärt Stanev.

 @   http://www.uni-oldenburg.de

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