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Aktualisiert vor 1 Minute.

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Frauen Angst vor der Promotion nehmen

16.05.2018

Oldenburg Überholte Vorstellungen aufbrechen und Studentinnen auf ihrem Weg zu einer Hochschulkarriere unterstützen – dieses Ziel verfolgt Dr. Carla Schriever, Lehrbeauftragte an der Uni Oldenburg mit ihrem Mentoringprogramm fem4scholar. „Viele Studierende in den Geisteswissenschaften glauben immer noch, dass sie nur promovieren können, wenn ein Dozent sie fragt, ob sie nicht bei ihm ihre Doktorarbeit schreiben möchten“, sagt Schriever.

Vor allem unter den Studentinnen sei dieser Mythos noch verbreitet. „Eine Kollegin von mir arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität in Berlin. Zu ihr ist noch nie eine Studentin gekommen und hat sich erkundigt, wie sie am besten eine Wissenschaftskarriere einschlagen könne – Studenten schon eher“, berichtet Schriever.

Da auch sie immer wieder von Studierenden gefragt wird, wie man eine Stelle an einer Hochschule ergattert, hat Schriever sich entschieden, ein Mentoring-Programm ins Leben zu rufen. „Ich habe selbst an mehreren dieser Programme an verschiedenen Unis teilgenommen und versuche den Studierenden auch das zu vermitteln, was mir bei diesen Programmen immer gefehlt hat“, so die Philosophin.

Dazu gehört zum Beispiel das Schreiben eines Abstracts, mit dem sich die Studierenden für die Teilnahme an einem Kongress bewerben können. „Mir wurde zwar theoretisch erklärt wie das geht, aber mir hat gefehlt, dass mich jemand in einem konkreten Fall berät“, erinnert sich Schriever.

Genau diese Hilfestellung bietet sie jetzt den Teilnehmerinnen von fem4scholar. Die Bewerbung einer Teilnehmerin war bereits erfolgreich. „Nach dem internationalen Kongress in Uppsala hat sie begeistert vom Austausch mit den vielen Wissenschaftlern berichtet“, sagt Schriever.

Der Austausch und die gegenseitige Unterstützung zwischen den Studentinnen ist für sie ein wichtiger Punkt ihres Mentoring-Programms. „Daran können sowohl Bachelor- als auch Master-Studierende mit konkreten Promotionsplänen teilnehmen. So können die Teilnehmerinnen sich gegenseitig Tipps geben“, erläutert Schriever.

Das funktioniere hervorragend. „Kürzlich sagte eine Teilnehmerin, dass sie sich scheue, Englisch zu sprechen. Andere wussten sofort, welcher Englisch-Kurs weiterhilft oder beruhigten sie damit, dass bei so einer internationalen Tagung immer sehr viele nicht Muttersprachler seien, deren Englisch auch nicht perfekt ist“, sagt Schriever.

Die Zielgruppe ihres Programms hat Schriever ganz bewusst gewählt: Studentinnen, weil der Frauenanteil unter den Dozenten gering ist und weil Frauen sich ihrer Erfahrung nach eher scheuen, einen Professor auf eine Promotionsmöglichkeit anzusprechen. Auch Studierende im Bachelor, weil es für diese bisher keine entsprechenden Angebote gab, es sich aber durchaus lohnt, sich schon früh im Studium zu überlegen, welche Themen einen interessieren und gegebenenfalls etwa einen Englisch-Kurs zu besuchen. Ausschließlich angehende Geisteswissenschaftlerinnen, weil die Situation in den Naturwissenschaften eine andere ist. Nur 30 Teilnehmerinnen, damit die Workshop-Atmosphäre erhalten bleibt und alle die Möglichkeit haben, sich persönlich kennenzulernen.

„Ich hätte sicher noch einmal so viele aufnehmen können. Bewerbungen gab es genug. Aber ich wollte keine Vorlesungen halten“, sagt Schriever. So treffen sich die Teilnehmerinnen jetzt wöchentlich zu Seminaren, unternehmen Exkursionen und besuchen Workshops am Wochenende. „Diese Workshops sind für alle Studierenden geöffnet, damit sie sich besser vernetzen können“, so Schriever. Der nächste Workshop zum Thema Stipendien findet am 26. Mai von 10 bis 16 Uhr statt. Anmeldungen per E-Mail an Carla Schriever: ca.schriever@uni-oldenburg.de

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