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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Folgen des Klimawandels auf Ökosysteme abschätzen

18.07.2018

Oldenburg Wie entstehen Nahrungsnetze und Biodiversität in Landschaften, die sich – wie das Wattenmeer – ständig ändern? Welche Rolle spielen dabei die Ausbreitung von Organismen und die Wechselbeziehungen untereinander? Diesen Fragen wird eine neue Forschungsgruppe unter Leitung des Biodiversitätsexperten Prof. Dr. Helmut Hillebrand von der Universität Oldenburg auf den Grund gehen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben in den kommenden drei Jahren mit drei Millionen Euro. Die Wissenschaftler wollen dabei auch theoretische ökologische Modelle experimentell auf ihre Aussagekraft überprüfen, um künftige Veränderungen in Ökosystemen besser vorhersagen zu können.

Vor gut 50 Jahren etablierten Wissenschaftler mit der sogenannten Theorie der Inselbiogeographie ein erfolgreiches Konzept der Ökologie. Dieses ermöglicht zu analysieren, welche Rolle das dynamische Gleichgewicht zwischen Einwandern und Aussterben von Arten für die Gesamtzahl der Arten auf einer Insel spielt. „Diese Theorie hat mittlerweile große Bedeutung – auch im praktischen Naturschutz. Denn durch die Zersiedelung von Landschaften sind viele inselartige, isolierte Lebensräume entstanden“, sagt Hillebrand. „Allerdings ermöglicht die Theorie nicht vorherzusagen, welche Arten solche Inselhabitate besiedeln und wie sie interagieren.“ Genau diese Information sei jedoch nötig, um prognostizieren zu können, wie sich Umweltänderungen, beispielsweise durch den Klimawandel, auf die Dynamik von Ökosystemen auswirken, erläutert der Wissenschaftler.

Hier setzen die Forscher jetzt an: Sie wollen genauer untersuchen, welche Eigenschaften von Organismen bestimmen, dass sich die Organismen in einem Ökosystem etablieren können und welche Rolle sie in einem Nahrungsnetz spielen. Dabei betrachten Wissenschaftler nicht einzelne Arten, sondern typische Eigenschaften oder Funktionen verschiedener Arten, zum Beispiel wie sie sich ausbreiten, fliegend, schwimmend oder passiv, oder wie sie ihre Nahrung aufnehmen. Der Vorteil dieser Vorgehensweise: Die Ergebnisse lassen sich leichter verallgemeinern und auf andere Nahrungsnetze und Ökosysteme weltweit übertragen.

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