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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Der regionale Energiewandel als sozialer Prozess

28.12.2017

Oldenburg Die Oldenburger Soziologin Prof. Dr. Jannika Mattes ist in das renommierte Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen worden. Über die Projektlaufzeit von fünf Jahren wird die DFG das Projekt ab Januar mit insgesamt mehr als 1,2 Millionen Euro fördern. Das Emmy-Noether-Programm ermöglicht Mattes, am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Oldenburg drei Mitarbeiter für eine Nachwuchsforschungsgruppe einzustellen, die sich mit dem Thema „Regionaler Energiewandel: Die sozialen Aushandlungs-, Normierungs- und Lernprozesse im Windenergiesektor“ beschäftigt.

„Die Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses liegt unserer Universität besonders am Herzen. Wir freuen uns sehr, dass die DFG nun eine weitere Emmy-Noether-Gruppe an der Universität Oldenburg ermöglicht und sehen dies auch als Würdigung unseres bisherigen Engagements für junge Forscherinnen und Forscher“, erklärt Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper.

Mattes‘ Nachwuchsforschungsgruppe beschäftigt sich mit dem regionalen Energiewandel. Neben der Arbeit an einem theoretischen Konzept, das den Energiewandel besser verstehen helfen soll, analysiert das Team sechs Regionen in Deutschland, die ihre Aktivitäten im Windenergiesektor ausbauen. Dieser Übergang – im Fachjargon Transition – ist nicht nur eine technologische Umstellung, sondern auch ein sozialer Prozess. Das Augenmerk der Forscher liegt besonders auf der Interaktion der beteiligten Akteure: „Wir schauen uns an, wie die Beteiligten die entscheidenden Prozesse miteinander aushandeln, welches Selbstverständnis sie dabei entwickeln und welche Lernprozesse sie durchlaufen“, erklärt Mattes. Die Soziologin berücksichtigt wissenschaftliche, industrielle, politische und administrative Akteure, aber auch die betroffenen Bürger.

Das Vorhaben setzt auf qualitative empirische Forschung: Die Wissenschaftler werden in jeder Region Experteninterviews führen. Sie erhoffen sich davon einen wissenschaftlichen, aber auch einen anwendungsorientierten Nutzen. Mattes: „Zunächst einmal ist das Ziel, die konzeptionelle Debatte in der Transitionsforschung empirisch zu unterfüttern. Außerdem wollen wir unsere Erkenntnisse den Gestaltern des Energiewandels zur Verfügung stellen und so einen praktischen Beitrag zu dessen Realisierung leisten.“

Jannika Mattes ist seit 2011 Juniorprofessorin für die Soziologie europäischer Gesellschaften an der Universität Oldenburg. Sie studierte Europäische Wirtschaft an der Universität Bamberg und kam 2007 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an die Universität Oldenburg. Hier promovierte sie 2010. Im Oktober 2017 erhielt Jannika Mattes den „Preis für exzellente Forschung“ der Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO).

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