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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Mit Transportkapsel unter Weltbesten

22.02.2018

Oldenburg /Emden Geschafft! Das HyperPodX-Team der Universität Oldenburg und der Hochschule Emden/Leer ist für die Endrunde des Hyperloop-Wettbewerbs 2018 in Kalifornien (USA) zugelassen. „Das ist mit Bravour gelungen, denn das Team wurde direkt nominiert – ohne das normalerweise obligatorische Skype-Interview zur Klärung potenzieller Designschwächen“, so die Professoren Walter Neu und Thomas Schüning, die beiden Supervisoren der Mannschaft.

Dabei konnten die Studierenden zwar teilweise auf Erfahrungen aus der Teilnahme im vergangenen Jahr zurückgreifen. Da gehörten sie zu den besten sechs Mannschaften und gewannen einen Innovationspreis. Denn es geht auch diesmal darum, eine selbst konstruierte Transportkapsel, genannt Pod, möglichst schnell durch die 1,6 Kilometer lange Teströhre zu schicken. Dank Schwebetechnik und eines geringen Luftwiderstandes geht das so schnell, dass damit Reisen von Berlin nach München in 30 Minuten möglich wären. Dennoch musste die Mannschaft ein komplett neues Konzept erarbeiten, da die Pods diesmal über einen eigenen Antrieb verfügen müssen. Diesen benötigten sie im vergangenen Jahr nicht.

Das HyperPodX-Team setzt dabei auf einen drehmomentstarken Elektromotor. „Wir peilen eine Geschwindigkeit von 500 Stundenkilometern an. Aber da ist noch Luft nach oben“, sagt Neu. Diese Spitzengeschwindigkeit muss nach 600 Metern erreicht sein, damit der Pod rechtzeitig abgebremst werden kann.

Das ist aber nur das kurzfristige Ziel. Langfristig arbeiten die Studierenden und ihre Dozenten an einer europäischen Hyperloop-Strecke in Lathen. „Dort ist mit der Teststrecke der Magnetschwebebahn Transrapid fast die komplette benötigte Infrastruktur vorhanden. Ein Rückbau wäre extrem teuer. Um die Strecke für die Hyperloop-Technik nutzen zu können, müsste nur eine Röhre darüber gebaut werden. Dann könnten wir dieses ökologisch verantwortliche Transportmittel in Europa weiterentwickeln“, so Student Lukas Eschment, Teamleiter PR & Finance.

„Das nötige Know-how ist vorhanden. Es sind mehrere europäische unter den 20 Mannschaften, die beim Hyperloop-Wettbewerb antreten. Dazu zählen zum Beispiel die TU München, die ETH Zürich sowie Teams aus Spanien, Polen, den Niederlanden, Irland und Schottland“, ergänzt Neu.

In der Region sind sie mit ihrer Idee auf offene Ohren gestoßen. Sowohl die Metropolregion Nordwest als auch namhafte Firmen, wie zum Beispiel OHB Systems, haben Interesse und die Bereitschaft zur Unterstützung bekundet. Auch der Bundestagsabgeordnete Stephan Albani knüpft gern an diese Idee an. Schließlich geht es auch hier darum, Erster zu sein. „Die TU München und die ETH Zürich schlafen sicher nicht. Und das sind zwei Elite-Unis, die nicht weit voneinander entfernt liegen“, gibt Neu zu bedenken.

Die Frist für den Hyperloop-Wettbewerb läuft jedoch schon im Juli ab. Dann müssen die Pods alle Sicherheitstests bestehen, bevor sie über die Teststrecke rasen dürfen. „Es ist höchste Zeit, dass wir die Hauptkomponenten Motor, Batterie und Controller bestellen können. Aber vorher muss natürlich die Finanzierung gesichert sein“, so Neu. Seine Entwicklung vorstellen kann das Team bei der Hannover Messe, denn das Land Niedersachsen hat HyperPodX ausgewählt, auf der Präsentationsfläche des Niedersächsischen Gemeinschaftsstands einen der Beiträge zu gestalten.

Weitere Unterstützer sind jederzeit willkommen. „Wir freuen uns, wenn Sie oder Ihre Firma zum Erfolg des einzigen norddeutschen Teams im Wettbewerb beitragen wollen“, sagt Eschment. „Sprechen Sie uns gern an.“


     https://hyperpodx.com 
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