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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Bürger und Hochschulen gemeinsam aktiv

12.06.2019

Oldenburg Einen aktiven Austausch zwischen den Hochschulen und den Menschen in der Region anzustoßen und zu etablieren, das ist das Ziel des Projekts „Innovative Hochschule Jade-Oldenburg!“ (IHJO). Einerseits sollen die Bürgerinnen und Bürger erfahren, was an Hochschulen erforscht wird, wie sie diese Forschung betrifft und was sie davon haben. „Andererseits wollen aber auch die Hochschulen von der Zivilgesellschaft, den Kultureinrichtungen und Schulen erfahren, was sie bewegt, wo die Forschung ansetzen sollte, in welchen Bereichen man sich ergänzen und fruchtbar zusammenarbeiten kann“, erläutert Anja Wiehl, Koordinatorin der IHJO von Seiten der Jade Hochschule.

Um das zu erreichen, haben die Universität Oldenburg und die Jade Hochschule zusammen mit dem Informatikinstitut OFFIS vor gut einen Jahr mehr als elf Millionen Euro vom Bund und dem Land Niedersachsen eingeworben. Inzwischen sind fast alle der 24 Stellen besetzt – auch die IHJO spürt den Fachkräftemangel – und die einzelnen Teilprojekte haben die Arbeit aufgenommen:

 „SchülerWissen“ konnte auf bereits bestehende Kontakte zwischen Hochschulen und Schulen zurückgreifen. Diese werden mit Mitteln der IHJO teilweise erweitert oder auf einen größeren Kreis von Schulen ausgedehnt. Die Angebote reichen von Philosophie bis Technik und von mehrstündigen Workshops bis hin zu Akademien von einigen Tagen, wie etwa der Technik-Akademie zum Thema regenerative Energien und alternative Antriebe in Wilhelmshaven.

 Für neue „KarriereWege“ erweitern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade Netzwerke zwischen Hochschulen und Unternehmen. Dazu gab es in Nordenham ein erstes Treffen von Führungskräften aus Unternehmen, Geschäftsführern, Studierenden und Dozenten, die sich unter anderem darüber ausgetauscht haben, welche Qualifikationen inklusive Soft Skills sich die Unternehmen wünschen und wie die Hochschulen das unterstützen. „Auf beiden Seiten bestand großes Interesse an diesem Austausch“, berichtet Wiehl. Weitere Treffen mit Vertretern unterschiedlicher Branchen an verschiedenen Standorten sind in Arbeit.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Teilprojekt ist es, Karrieremöglichkeiten jenseits der Hochschullaufbahn für Doktoranden aufzuzeigen. „Außeruniversitäre Karrierewege lagen bisher nicht im Fokus der Universitäten. Hier setzt ein Wandel ein, da nur circa fünf Prozent der Promovierenden eine Hochschullaufbahn einschlagen können“, sagt Anne-Kathrin Guder, IHJO-Koordinatorin von der Universität Oldenburg. Auch hier stehen Vernetzungstreffen auf der Agenda. Außerdem sollen Doktoranden die Möglichkeit erhalten, Praktikumsphasen in Betrieben einzulegen, während sie an ihrer Promotion arbeiten.

Dazu kommt noch ein Mentorenprogramm. „Von Seiten der Unternehmen stoßen wir auf Zuspruch und sie sind bereit als Mentoren mitzuwirken. Nur die Studierenden sind noch etwas zögerlich. Ihnen müssen wir noch vermitteln, dass es sich lohnt diese Zeit zu investieren“, so Wiehl.

 Im „Innovation(s)Management“ loten Unternehmen, die Wirtschaftsförderung und Hochschulen gerade Verknüpfungspotenziale aus. „Wir bekommen regelmäßig Anfragen von Unternehmen. Eine eCommerce und Logistikfirma hat beispielsweise Vorträge oder Workshops aus ihrem Bereich angeboten. Jetzt suchen wir die passenden Ansprechpartner an den Hochschulen“, berichtet Wiehl.

 Beim „Innovation(s)Labor digital“ steht der Umzug in neue Räumlichkeiten an. Dennoch gab es bereits Gespräche mit kleineren und mittelständischen Unternehmen über Möglichkeiten, die Digitalisierung in diesen Voranzubringen.

 Das„Innovation(s)Mobil“ wird beim Tag der Niedersachsen vom 14. bis 16. Juni in Wilhelmshaven seinen ersten Auftritt haben. Der Lastwagen mit Glaspavillon und Dachterrasse bietet Platz für Ausstellungen, aber auch Vorträge und andere Veranstaltungen. Er wird einerseits von den Hochschulen genutzt, kann aber auch von Unternehmen angefragt werden.

 Der ScienceBlog hat das Ziel, Wissenschaft verständlich zu vermitteln. „Ich habe mit meinen Kindern im Grundschulalter den Beitrag über das neue Flugzeug der Jade Hochschule gelesen. Sie fanden es wirklich spannend und haben alles verstanden“, erzählt Wiehl. Zudem können Bürgerinnen und Bürger darin Forschungsprojekte anregen oder Arbeiten kommentieren.

 Im „Lab-on-the-Web“ kann sich jeder an Bürgerwissenschaftsprojekten beteiligen. Erstmals wird dies beim Tag der Niedersachsen möglich sein. „Dafür sind wir noch auf der Suche nach Kooperationspartnern aus der Region. Das können zum Beispiel Schulen, Krankenhäuser, Behörden, Museen, Theater oder Vereine sein. Uns interessiert, was die Menschen in der Region am meisten bewegt“, erklärt Wiehl. „Wer mit uns ein Bürgerwissenschaftsprojekt starten möchte, kann sich an Jantje von Reeken wenden – sie freut sich auf Anfragen unter der Telefonnummer 0441/7708 3459 oder per E-Mail jantje.vonreeken@jade-hs.de.“

All diese Projekte sollen nach den fünf Jahren Projektlaufzeit natürlich nicht plötzlich wieder im Sand verlaufen. „Wir tauschen uns intensiv mit anderen Innovativen Hochschulen aus und arbeiten bereits daran, möglichst viele Formate nachhaltig in den Hochschulkontext einzubauen“, sagt Wiehl.


     forschungsnotizen.ihjo.de 
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