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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Gesundheit: Technische Helfer für Fitness im Alter

28.11.2018

Oldenburg „Gesund älter werden“ wird immer wichtiger, da es immer mehr ältere Menschen in Deutschland gibt. Bewegung gilt als wichtige Bedingung für ein gesundes Altern: „Sportliche Betätigung reduziert das Risiko für viele chronische Erkrankungen, ebenso für Verletzungen“, erklärt Dr. Frauke Koppelin, Professorin für Gesundheitswissenschaften und Studiengangsleiterin im Weiterbildungsmaster Public Health an der Jade Hochschule. Zudem wirke sich Bewegung positiv auf die psychische Gesundheit und Lebensqualität aus.

Doch: „Trotz dieser bekannten positiven Effekte und Bewegungsempfehlungen weisen laut aktuellem „DGV-Report 2018“ ältere Menschen im Vergleich zu allen anderen Altersgruppen die geringste körperliche Aktivität auf.“ „Wir wollen herausfinden, wie ältere Menschen mit Technik umgehen und inwieweit sie sich vorstellen können, dass die Technik sie bei sportlicher Aktivität unterstützt“, sagt Koppelin.

Erste Antworten darauf geben Ergebnisse des aktuellen Präventionsnetzwerkes „Körperliche Aktivität, Gerechtigkeit und Gesundheit: Primärprävention für gesundes Altern“ (AEQUIPA) im Teilprojekt „Technology“. Hier untersuchen Wissenschaftler der Jade Hochschule wie und wann Menschen ab 65 Jahren aktiv sind, welche Faktoren zur körperlichen Aktivität motivieren oder eher als Barriere empfunden werden und welche technischen Geräte zur Unterstützung der Mobilität genutzt werden. Am Teilprojekt „Technology“ sind weiterhin das OFFIS - Institut für Informatik e.V. sowie die Universitäten Oldenburg und Heidelberg beteiligt.

„Wir haben Interviews durchgeführt und herausgefunden, dass viele Teilnehmende im Alltag aktiv waren, zum Beispiel im Haushalt, bei Einkäufen, bei der Gartenarbeit und beim Radfahren, sowie zusätzlich Fitness- und Sportangebote nutzten. Menschen mit Migrationshintergrund nutzten häufig niedrigschwellige Angebote in den Stadtteiltreffs“, erläutert Koppelin. Als motivierender Faktor wurde vor allem bei den Frauen der Kontakt zu anderen Menschen abgeleitet.

Laut Interviewstudie nutzt jede vierte Person über 65 Jahre technische Geräte wie Aktivitätstracker oder Gesundheitsapps zur Unterstützung der Mobilität – mit deutlichen Möglichkeiten für die Zukunft: Neben Apps könnten etwa auch neue Erinnerungs- und Motivationstechnologien im häuslichen Umfeld zum Einsatz kommen. „Technische Unterstützung wird mehr und mehr in Alltagsgeräte wie Lampen, Elektrogeräte oder selbst Sofakissen eingebettet. So kann die Lampe blinken, wenn man sich eine bestimmte Zeit nicht bewegt hat – und dann eine Bewegung vorschlagen“, erklärt Dr. Jochen Meyer, Leiter für den Forschungsbereich Gesundheit im OFFIS.

„Wichtig ist es, Menschen dort zu unterstützen, wo sie sich aufhalten und leben – zuhause oder mit Angeboten im Stadtteil – und auf eine Weise, dass die Technik leicht bedienbare, positive Unterstützung anbietet“, so Meyer. „Es soll auf keinen Fall eine Benachteiligung von Menschen mit geringerer Bildung geben. Wir entwickeln innovative Technologien, die es jedem Einzelnen erleichtern sollen, einfache und wirkungsvolle Übungen in den Alltag zu integrieren.“

Über das Projekt AEQUIPA hinaus kooperieren Jade Hochschule und OFFIS e.V. mit dem Stadtsportbund Oldenburg. Die drei Institutionen haben sich zum Ziel gesetzt, zukünftig gemeinsam gesundheitsfördernde Maßnahmen für ältere Menschen zu entwickeln und langfristig in der Region Oldenburg zu verankern. „Der interdisziplinäre Austausch schafft neue Wege für eine gemeinsame Präventionsarbeit: Zum Beispiel erproben wir gerade die neu entwickelten Technologien unter Alltagsbedingungen in unseren Sportvereinen“, sagt Dr. Gero Büsselmann, Vorsitzender des Stadtsportbunds Oldenburg e. V. Zum Stadtsportbund gehören 114 Oldenburger Sportvereine mit mehr als 42 000 Mitgliedern.

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