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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Von Medienkonsumenten zu Produzenten

24.04.2019

Oldenburg „Die Spinne ist noch zu langweilig. Die muss sich auch bewegen“, sagt Konrad. Zusammen mit Max programmiert er ein selbst ausgedachtes Computerspiel. Darin geht eine Katze auf der Suche nach Freunden zuerst in ein Lebkuchenhaus und dann an den Strand. Dabei trifft sie auf besagte Spinne und einen Hai, der sich durchs Bild bewegt. Schafft der Spieler es, mit der Katze Spinne oder Hai zu berühren, bekommt er dafür Punkte.

Konrad sucht in der Programmierumgebung Scratch nach den passenden Befehlen, um der Spinne das Laufen beizubringen. „Sieh doch mal nach, wie du es beim Hai gemacht hast“, rät Studentin Sina Lücke. In Zweiergruppen entwickeln insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Staakenweg in Oldenburg ihr eigenes PC-Spiel. Unterstützt werden sie dabei von Pädagogik-Studentinnen der Universität Oldenburg.

Preis von Jugendjury

Melanie Schaumburg, Bildungswissenschaftlerin an der Uni Oldenburg, hat das Projekt „Spielen, daddeln, zocken“ initiiert. „Computerspiele gehören heute zur Lebenswelt der Kinder und sind daher auch ein Thema für die Medienpädagogik. Computerspiele selbst zu programmieren ist noch neu. Die Schülerinnen und Schüler können ein Spiel nach ihrer eigenen Idee entwickeln und umsetzen und werden dadurch von Medienkonsumenten zu Produzenten“, erläutert die Sozialpädagogin und Expertin für Medienpädagogik.

Bei der Vergabe der Förderpreise Kulturelle Bildung der Stadt Oldenburg im vergangenen Jahr hat ihr eine Jugendjury für das Projekt den Sonderpreis „KuBi Digital“ verliehen, weil dieses Kindern den richtigen Umgang mit digitalen Medien vermittelt.

Inzwischen haben Max und Konrad die passenden Programmierbausteine gefunden. Denn bei Scratch sind viele Figuren, Bewegungen und so weiter bereits vorgegeben. „So können die Kinder schnell ihre eigenen Ideen umsetzen, indem sie die Programmierbausteine wie Puzzleteile zusammenfügen“, sagt Schaumburg.

Tolle Ideen

Ein Problem hat die Spinne aber noch: Jedes Mal wenn sie vom Rand abprallt und so die Richtung ändert, dreht sie sich um die eigene Achse, also von den Füßen auf den Rücken und umgekehrt. Konrad und Max durchforsten mit Hilfe von Sina Lücke noch einmal die Bausteine. Mit „setze Drehtyp auf links-rechts“ bleibt die Spinne auf den Füßen.

Nicht nur die Kinder haben Spaß am Programmieren, auch die Studentinnen sind froh über die Möglichkeit praktische Erfahrung zu sammeln. Sie haben sich vorher theoretisch mit der Planung und Durchführung von Projekten, mit der Bedeutung von Computerspielen für Mädchen und Jungen sowie den angesagten Spielen befasst. In dem Projekt können sie die Theorie direkt in der Praxis anwenden.

Offensichtlich mit Erfolg: „Die Kinder haben tolle Ideen und da sie in Zweiergruppen arbeiten, ist es auch wirklich produktiv – wären die Gruppen größer würden sie sich leicht verzetteln, weil sie immer neue Einfälle haben“, sind sich die Studentinnen einig.

„Jetzt muss es noch mehr Punkte geben, wenn man die Spinne berührt. Schließlich ist es schwieriger geworden seit sie sich bewegt“, bestimmt Max wie zur Bestätigung. Nach dieser Änderung ist ihr Spiel aber erstmal fertig.

Die Programmierumgebung Scratch ist von Wissenschaftlern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt worden. Sie enthält keine Werbung und kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden unter:


     https://scratch.mit.edu/download 
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