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Nadelkraut verdrängt heimische Arten auf Norderney

22.11.2017

Oldenburg /Norderney Es breitet sich teppichartig aus, kommt ursprünglich aus Neuseeland und wird in Europa zunehmend ein Problem: Das Nadelkraut (Crassula helmsii), eine Sumpfpflanze, die inzwischen auch auf Norderney an und in flachen Gewässern zu finden ist. Der Landschaftsökologe Markus Prinz, Doktorand am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Uni Oldenburg, widmet sich der Frage, inwieweit Nadelkraut und andere invasive Pflanzenarten eingedämmt werden können. Als invasiv gelten geografisch fremde Arten, die einheimische Arten verdrängen.

Auf Norderney tauchte das Nadelkraut Anfang der 2000er-Jahre auf. Im aktuellen Verbreitungsgebiet der bis zu 15 Zentimeter großen Pflanze sind einige Rote-Liste-Arten zu finden, die als stark gefährdet gelten. Auch das im Norderneyer Südstrandpolder gelegene größte zusammenhängende Schilfröhricht der Ostfriesischen Inseln gerät offenbar in Bedrängnis. Denn auch hier breitet sich das Nadelkraut laut Prinz‘ Untersuchungen zunehmend aus. Aktuell bedecke dort das größte zusammenhängende Vorkommen bereits 300 Quadratmeter. „Geht das Schilf hier weiter zurück und verlanden die Wasserflächen unter dem Einfluss des Nadelkrauts noch stärker, könnte dies zahlreiche Vogel- und Insektenarten in ihrem Bestand bedrohen“, sagt Prinz. Unter den Vogelarten sind dies etwa Schilfrohr- und Teichrohrsänger, Rohrammer und Tüpfelralle.

Prinz widmet sich auch möglichen Methoden zur Eindämmung. Freiland- und Laborversuche deuten darauf hin, dass eine kontrollierte Versalzung der betroffenen Flächen den ursprünglichen Pflanzenbewuchs weitgehend erhalten, das Nadelkraut aber zurückdrängen könnte. Abschattung stresse das Nadelkraut zusätzlich. Zudem entwickelt der Nachwuchswissenschaftler Habitat-Modelle, um vorhersagen zu können, wo sich das Nadelkraut auf den Ostfriesischen Inseln sonst noch ausbreiten könnte. So sei es möglich, Vorsorge zu treffen, sagt Prinz.


     icbm.de/geooekologie 
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